Hmpf
Ich arbeite gerade an einem Vortrag über die Geschichte der vieles zer- und vor allem viele verstörenden Formulierung „etwas macht Sinn“ bzw. „etwas macht keinen Sinn“. Um die Problematik zu verdeutlichen, wollte ich anführen, dass man ja auch nicht von „Zweck machen“ redet. Vorsichtig, wie ich bin, wollte ich mich kurz noch mal über Google absichern – und fand mich bestätigt in der These, dass ausgerechnet diejenigen, die den Verfall der Bildung am lautesten beklagen, in Wahrheit die schlimmsten sind.
Zwar fand ich glücklicherweise „nur“ drei verschiedene Belege für „macht keinen Zweck“, aber zumindest bei zweien davon sollte man sich am Kopf kratzen und derartige Sprachmonster mal mit ihren Biografien vergleichen:
Jürgen Rüttgers (CDU, NRW-Ministerpräsident) sprach im TV-Duell zur Landtagswahl 2005 folgenden markanten Satz: „Das macht keinen Zweck.“
Er war von 1994 bis 1998 Bundesbildungsminister.
Axel Gedaschko (CDU, Hamburger Wirtschafts- und Arbeitssenator) sagte 2007 – damals noch in seiner Funktion als Senator für Stadtentwicklung: „Es macht keinen Zweck, wenn jeder für sich allein Stadtplanung betreibt, weil jeder auch ne bestimmte Sicht auf die Dinge hat.“
Er war 2005 Preisträger des Initiativpreises Deutsche Sprache, eines Teilpreises des Kulturpreises Deutsche Sprache.
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- Autor:
- Patrick
- Veröffentlicht:
- 4.07.2008 / 02:28 Uhr
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Axel Gedaschko, CDU, Deutsch, Jürgen Rüttgers, Sinn machen, Zweck machen
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