Gute Logos – nichtsogute Logos

Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil einer Markenidentität ist ja das Logo. Viele Firmen machen es sich vergleichsweise einfach und nehmen ihren Namen als Wortmarke, gesetzt in einer speziellen Hausschrift, dazu die Hausfarbe(n) und fertig. Der ADAC mit der Condensed-Variante der Franklin Gothic ist ein Beispiel hierfür.

Komplizierter wird es, wenn zusätzlich zur Wortmarke noch eine Bildmarke kommt (die über ein gelbes Quadrat hinaus geht). Der Westdeutsche Rundfunk in Köln beispielsweise nutzt für sein Unternehmenslogo neben der Wortmarke in der Hausschrift FF Meta eine Winkelfläche als „tektonisches Element“, wie es in den Corporate-Design-Richtlinien heißt. Das ist leicht einzuprägen, allerdings nicht sonderlich einfallsreich.

Einen anderen Ansatz haben die Macher des Firefox-Browsers: Auch sie verwenden FF Meta als Hausschrift, die Wortmarke wird aber nicht mit dem fröhlichen, bunten, die Welt umarmenden kleinen Panda kombiniert – es handelt sich hierbei also um eine komplett eigenständige Bildmarke, ein klassisches Logo. Der Nachteil am Firefox-Logo ist, dass es sehr kleinteilig und daher nicht leicht nachzuzeichnen ist.

Microsoft hat es mit dem Windows-Logo besser gemacht, allerdings ist hier die Farbe ein ganz wichtiger Bestandteil, ohne den das Logo nur schwer zu erkennen ist. Außerdem können wohl nur die wenigsten die vier Farben auf Anhieb dem richtigen der vier Fensterteile zuordnen. Auf der anderen Seite lässt sich der Windows-Fensterrahmen leicht erweitern, wie es Microsoft ja mit allen Modellen der MS-DOS-Reihe und sogar noch mit den ersten Versionen von Windows NT bis einschließlich Windows 2000 gemacht hat.

Diese Fixierung auf Farben hat auch Google. Der Vorteil ist hier allerdings, dass das Logo eine Wortmarke ist und deshalb auch ohne Farben ohne weiteres erkennbar ist.

Sehr gut gefällt mir das Apple-Logo: Es geht von der Idee in eine ähnliche Richtung wie das Windows-Logo (den Sinn der Marke auf das Logo übertragen), ist einfach nachzuzeichnen und dennoch einzigartig. Zusätzlich hat es einen riesigen Vorteil: Es ist farbunabhängig. Diesen Vorteil kennt auch Apple sehr genau und wechselt schon mal – wie es grade am besten aussieht – von Produkt zu Produkt die Farbe seines Logos. Bis Mitte/ Ende der 90er Jahre war das Logo ja sogar noch knallbunt, ohne dass dies wirklich zur besseren Wiedererkennung beigetragen hätte.

Das beste Logo, das ich kenne, hat jedoch Nike: Der bekannte „Swoosh“ ist nur ein simpler Strich und doch drückt er in seiner ganzen Einfachheit punktgenau das aus, wofür Nike stehen möchte: Bewegung. designguide.at weiß, dass der „Swoosh“ den Flügeln der griechischen Göttin und Nike-Namensgeberin nachempfunden wurde, was dem Logo noch eine weitere Bedeutung gibt, die es eng an die Marke anlehnt.

Kennt ihr noch weitere gute Logos?


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