Guten Tag, guten Tag, ich will mein MainPlog zurück

Ja, ihr bekommt euer MainPlog zurück und zwar genau (roten Button hervorkramen und so theatralisch wie symbolisch draufhauen) jetzt. Dass alles neu aussieht, könnt ihr ja selbst sehen; dass auch sonst alles neu wird, schreib ich hier, damit ihr es lesen könnt.
Kürzlich feierte das MainPlog in aller Stille 1000. Geburtstag (Tage, that is) – Zeit also, erstmal ein wenig zurückzuschauen, bevor wir steil in Richtung Zukunft aufbrechen.
Fast drei Monate haben wir pausiert, was sich lange anhören mag. Allerdings relativiert sich die Zeit bei insgesamt fast drei Jahren MainPlog’scher Existenz, in der es immer mal wieder längere Pausen gab – der Unterschied allerdings war stets, dass die Pausen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Tendenziell zumindest, denn das MainPlog war ganz zu Beginn – so will es die Legende – kein Blog, sondern eine Funpic-Seite, auf der der Chef seinen Klassenkameraden zeigen wollte, wie das mit dem Internet geht. Ja, das darf man ruhig auch mal wiederholen: Internettricks auf einer Funpic-Seite. Na, nun hört aber auf, arrogant von oben herab zu schauen; ich wette um ein verschimmeltes Leberwurstbrot, dass ihr auch mal jung wart.
Es begab sich aber zu jener Zeit, dass der Chef begann sich für Musik im Netz zu interessieren, was ganz gut passte, weil die Musik auch begann, sich für das Netz zu interessieren. Es trafen sich also zwei, die zusammengehören und bildeten auf einer Funpic-Seite eine unzertrennliche Melange. (Dass Links zu Gratismusik (und manchmal noch ein paar lustige Chat-Zitate) dann doch nicht die Krone der multimedialen Schöpfung sein würden, konnte der Chef damals ja noch nicht ahnen. Manche behaupten gar, er würde es immer noch nicht ahnen.)
Da der Chef auf jeden Zug aufspringt, der sich durch diese Röhren namens „teh Internetz“ schlängelt, machte es ihm auch nichts aus, dass der Zug namens „Blog“ schon längst Höchstgeschwindigkeit erreicht hatte, als er endlich aufsprang. WordPress hieß seine zwar nicht erste, aber fürderhin einzige Liebe. Die erste war natürlich selbstgebaut und hat grandios nicht funktioniert. Die Historiker sind sich in die Abfolge der anschließenden Ereignisse nicht ganz einig, weshalb auf genaue Chronologie an dieser Stelle nicht gezählt werden kann. Einige (namentlich der Chef) behaupten, dass nun die Besucher angeströmt kamen und daraufhin die Mitschreiber Schlange standen, andere (namentlich der nämliche Schreiber dieses Textes) schieben die Schuld an den Besucherströmen eher den Texten des vorübergehend dieses Blog beehrenden Dear Diary sowie denen des nämlichen Schreibers und darüber hinaus auch der Registrierung einer „echten“ Domain in die virtuellen Schuhe. Apropos nämlicher Schreiber: Über diesen soll dank seiner bekannt bewundernden Art seinem Selbst gegenüber noch der Halbsatz verloren werden, dass er zwar erst seit etwas über einem Jahr offiziell dabei ist, allerdings seine alten Sachen einfach mal wiederverwertet hat, weshalb unter seinem Namen auch Beiträge von über zwei Jahren Alter hier zu finden sind.

Damit sind wir auch schon in der Gegenwart angekommen. Man kann zwar nicht behaupten, dass wir tatsächlich die gesamten drei Monate ununterbrochen in einem dunklen Kämmerlein gehockt und uns geschworen hätten, erst wieder heraus zu kommen, wenn neues Design und Konzept stehen, aber wir sind nun immerhin soweit, dass ich – bei nur marginaler Übertreibung – behaupten kann, wir hätten mehr Artikel in der Pipeline als die Saudis Öl. Unsere Vergleiche übrigens werden – q.e.d. – auch immer besser.
Wer bisher zu faul war, sich den RSS-Feed zu abonnieren: Speziell für dich haben wir ganz neu auch einen Twitter-Account aufgesetzt, dem du folgen kannst, um über neue Beiträge informiert zu werden. Jetzt hast du keine Ausrede mehr, wenn als Aufgabe in der nächsten Klassenarbeit folgender Satz in Comic Sans dahin geschmiert steht: „Analysiere den den neuesten MainPlog-Beitrag!“ Was machst du da, wenn du den neuesten MainPlog-Beitrag gar nicht gelesen hast, he? Also, schnell bei Twitter folgen und auf der sicheren Seite sein.
Weitere, weit wichtigere und daher für den Schluss aufbewahrte Neuerung: Zuwachs. Die wunderbare Rike wird euch ab jetzt mit ihrer Anwesenheit begeistern (und uns einen ungeahnten Qualitäts- und Sympathieschub verpassen). Ihr dürft (und solltet) gespannt sein.

Und nun, ihr zwei oder drei Übriggebliebenen: Begrüßt das neue MainPlog mit der gebührenden Freundlichkeit und bereitet auch der Rike einen frenetischen Empfang.


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