Ein Meisterwerk: »The Third & The Seventh«
Kiefer runterklappen, Kopf schütteln, Luft anhalten, … Dieser Film verleitet zu unkontrolliertem Multitasking, denn obgleich mir allein bei den Bildern, die ich sehe, schon die Superlative fehlen, steigert sich meine Begeisterung noch einmal immer dann, wenn ich mir vor Augen führe, dass nichts von dem, was ich dort sehe, echt ist.
Da eine HD-Einbindung leider unterbunden wird, möchte ich euch alle so herzlich wie eindringlich bitten, mir zu Vimeo zu folgen, um »The Third & The Seventh« von Alex Roman in voller Pracht auf Vollbild zu erleben.
Der Meister war so freundlich, seinen Bildschirm abzufilmen, während er an einem der Gebäude arbeitete. Auch wenn ich keine Ahnung von 3D-Rendering und diesem ganzen anderen neumodischen Kram habe, saß ich die gesamte Viertelstunde gebannt vor der verschnellerten Demonstration davon, wie man so etwas macht:
Exeter Shot — Making Of from Alex Roman on Vimeo.
Ein Aspekt ist für mich besonders spannend: Zu Beginn ist zu sehen, dass der Ausgangspunkt der Arbeit ein simples, mit Google SketchUp erstelltes 3D-Modell ist, das »ganz einfach« mit neuen Texturen, besseren Lichtverhältnissen und diesem ganzen anderen neumodischen Kram, von dem ich keine Ahnung habe, bearbeitet wird, bis es nicht mehr von der Realität unterschieden werden kann.
Was heute noch Stunden oder gar Tage mühseliger Feinarbeit bedeutet, wird sich aber – bedingt durch immer bessere Rechnerleistungen – schon in wenigen Jahren automatisieren lassen. Ich glaube allerdings nicht, dass deshalb noch in meiner Lebensspanne eine u- oder dystopische Zweite Welt entstehen wird, denn dazu fehlt noch etwas, an dem die Wissenschaftler bisher verzweifeln: die Haptik. Sicher habe ich auch schon diese Vorführungen von aufblasbaren Knöpfen und ähnlichen Spielereien gesehen, aber für eine wirklich realistische Haptik müsste es ja möglich sein, gleichzeitig das Plätschern von Wasser auf der Haut und einen Nadelstich zu simulieren. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das möglich sein soll.
Ich schweife ab – und das hat der Film wirklich nicht verdient. Da ich gehört habe, dass es Menschen geben soll, die nicht gerne auf Links klicken, sich den Film aber dennoch gerne ansehen möchten, binde ich mal doch die Version in schlechterer Qualität ein. Wäre zwar wirklich schade, wenn ihr euch das nicht in bester Qualität anschaut, aber was weiß ich, welche Gründe ihr habt – und besser schlechte Qualität als gar nicht. Also bitte: schauet und staunet.
The Third & The Seventh from Alex Roman on Vimeo.
Über diesen Eintrag
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- Autor:
- Patrick
- Veröffentlicht:
- 6.01.2010 / 02:36 Uhr
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