Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen.

Der folgende Text ist ein Kommentar zu Jeff Jarvis Text über den Film »The Social Network« auf evangelisch.de. Vielleicht sollte man Jarvis’ Text vor diesem lesen.

Natürlich möchte »The Social Network« unterhalten und muss alles so ein wenig mainstreamiger darstellen, aber ich finde nicht, dass Computerfreaks im Film als autistisch oder gar asozial dargestellt werden. Man merkt einfach, was für ein Genie Zuckerberg ist und dass er das Internet besser verstanden hat als alle seine Mitstreiter, ergo alle.
Natürlich lebt Zuckerberg irgendwie in einer anderen Welt als seine Kommilitonen, aber der Film hat das nun wirklich nicht übertrieben negativ dargestellt.
Ich habe mich sehr auf den Film gefreut, eigentlich kann ich mich an keinen Film erinnern, an den ich so hohe Erwartungen hatte. So bin ich am Montag in der Vorpremiere gewesen und meine Erwartungen wurden noch übertroffen.
Ich denke nicht, dass ich je einen Film gesehen habe, mit dessen Hauptfigur ich mich besser identifizieren konnte, eben weil Zuckerberg nicht als perfekter Mensch dargestellt wird. Vermutlich aus dem selben Grund wurde mir Zuckerberg von Minuten zu Minute sympatischer.
Ich sehe auch nicht, dass Zuckerberg als alleinig Schuldiger aus dem Film rausgeht. »The Social Network« zeigt sehr gut, dass Gut und Böse oft nicht so einfach zu trennen sind.
Auch frage ich mich, warum alles einen Grund haben muss? Ich gehe nicht davon aus, dass Zuckerberg sich an Facebook gesetzt hat um das Internet zu verändern und die größte Webseite der Welt zu erschaffen. Zuckerberg fand die Idee gut und hat sie umgesetzt. Weil er es konnte. Wofür ein Warum?
Wann genau im Film kam einer der Protagonisten eigentlich »mysteriös« oder gar »furchterregend« rüber?
Wie man gemerkt hat, kann ich die Kritik in keiner Weise nachvollziehen, vielleicht weil ich selber kein »Unternehmer« bin. Über meine Rolle als »Computerfreak« lässt sich streiten.
»The Social Network« ist für mich auf jeden Fall der Film des Jahres, wenn nicht sogar mehr.


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