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	<title>MainPlog &#187; Real Life</title>
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	<description>Ich bin ein Eierkopf, sie sind die Eierköpfe, ich bin ein Walross, GRUNZ!</description>
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		<title>Gedankenreise durchs Jahr, das kommende Jahrzehnt und die Jahrhunderte</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 18:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über René bin ich auf den Spiegel-Artikel von 1977 gestoßen. Darin steht der Satz: Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten in Bonn, [sic] gedenkt die Musikbranche des Tages, an dem der Erfinder Thomas Alva Edison vor 100 Jahren zum erstenmal „Mary Had A Little Lamb“ auf eine Tonkonserve sang. »Nanu,« dachte ich, »das kommt mir aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nerdcore: Hometaping is killing Music – Artikel von 1977 auf spOnline" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/12/23/hometaping-is-killing-music-artikel-von-1977-auf-sponline/">Über René</a> bin ich auf den <a title="Klangsupermarkt zum Nulltarif" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40915958.html">Spiegel-Artikel von 1977</a> gestoßen. Darin steht der Satz:</p>
<blockquote><p>Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten in Bonn, <em>[sic]</em> gedenkt die Musikbranche des Tages, an dem der Erfinder Thomas Alva Edison vor 100 Jahren zum erstenmal „Mary Had A Little Lamb“ auf eine Tonkonserve sang.</p></blockquote>
<p>»Nanu,« dachte ich, »das kommt mir aber bekannt vor, habe ich diese Tonkonservengeschichte nicht kürzlich noch in einer Hausarbeit angerissen? Aber ja doch, und ich habe doch sogar schon einen Sprechstundentermin mit der Dozentin vereinbart, um die Arbeit durchzugehen. Wann war der noch? Mhm, mal im Kalender nachschauen.<br />
Seltsam, steht nichts drin. Also kurz die E-Mail finden, in der sie das Datum genannt hat. Ah, das ist sie ja. Mhm, 21.12. Welchen haben wir denn heu… Waaaas, 23.? Warum stand das nicht im Kalender? Ach, stimmt, da ist noch eine Mail, sie hat die Sprechstunde ja ins Neue Jahr verschoben. Also schnell in den Kalender eintragen, bevor ichs wirklich verpasse.<br />
Oh, der andere Termin ist aber ungünstig, warum ist mir das denn nicht früher aufgefallen? Muss ich sie wohl mal anschreiben, ob sich das verschieben lässt. Jetzt vor Weihnachten ist allerdings blöd, sie schaut ja sicher nicht über die Feiertage ihre E-Mails nach – und dann geht meine Mail anschließend bestimmt unter. Kann ich ja dann nächstes Jahr in einem Wusch mit den Klausuranmeldungen abarbeiten. Ach, stimmt, da muss ich ja auch noch ein paar Dokumente zusammensuchen. Die müssten in dem einen Ordner sein. Wo war der noch? Ich glaub, den habe ich auf die externe Festplatte ausgelagert. Hm, habe ich die Sachen nicht noch irgendwo ausgedruckt rumfliegen? Könnte drüben bei den Schallplatten sein. Oh, ich muss dran denken, morgen die Bing-Crosby-Platte aufzulegen. Überhaupt hab ich schon wieder viel zu lange keine Platte aufgelegt. Würde sich doch jetzt anbieten. Was haben wir denn da? Ah, was könnte zum Ende dieses Jahres besser passen als ›Thriller‹?«<br />
Also legte ich »Thriller« auf und genoss den immer noch superben Sound, als mir wieder einfiel, wie ich denn überhaupt in die aktuelle Situation gekommen war: durch einen Spiegel-Artikel von 1977, der so beginnt:</p>
<blockquote><p>Die Musikbranche feiert den 100. Geburtstag des Tonträgers und wagt sich nicht einzugestehen, daß das „Jahrhundert der Schallplatte“ zu Ende geht.</p></blockquote>
<p>Im Folgenden wird dann der Siegeszug der Tonband-Kassette beschrieben.<br />
Wenn alle Vorhersagen so zutreffend wären, bräuchten sich die Verlage ja nicht vor der kommenden Dekade fürchten, über die so mancher Verlagsmanager jetzt schon rumheult, dass in ihr aufgrund des Medienwandels so manche Zeitung zum letzten Mal erscheinen wird, wenn nicht die bösen, bösen Nicht-mehr-Leser staatlicherseits dazu gezwungen werden, Totholz zu kaufen.</p>
<p>Über Tonband-Kassetten spricht kein Mensch mehr; die Schallplatte ist aktuell wie eh und je. Warum? Weil die Menschen Beständigkeit und Qualität schätzen und dafür bereit sind, etwas zu bezahlen. Da habt ihrs, Verlage: Beständigkeit und Qualität. Frohes Fest.</p>
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		<title>Nun sag, wie hast dus mit dem Grundgesetz?</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/08/04/nun-sag-wie-hast-dus-mit-dem-grundgesetz/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jurk]]></category>

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		<description><![CDATA[Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon: „Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.“ Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen. (abgeschrieben vom Lawblog, via @furukuma)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><del>Du bist ein herzlich guter Mann,</del> allein ich glaub, du hältst nicht viel davon:</p>
<blockquote><p>„Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.“</p>
</blockquote>
<p><a title="freiepresse.de: Koalitionen stehen nicht auf dem Wahlzettel – Wahlchat-Abschluss mit Thomas Jurk" href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/HINTERGRUND/HINTERGRUND26/1554595.html">Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen.</a></p>
<p>(abgeschrieben vom <a title="Lawblog: „Dann nehme ich das in Kauf“" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/03/dann-nehme-ich-das-in-kauf/">Lawblog</a>, via <a title="Twitter: Furukamas Tweet mit Link zum Lawblog" href="http://twitter.com/furukama/status/3111765217">@furukuma</a>)</p>
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		<title>Wie die Zeitungen durch die dumme Jugend sterben – oder andersrum</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 03:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil in den Vereinigten Staaten grad die Zeitungsbranche ein bisschen vor sich hinkriselt und auch auch ein paar Hochglanzmagazine in Deutschland schon über die Spree gegangen sind, hält das Allensbach-Institut es für nötig, sich über den Zustand der hiesigen Zeitungen besorgt zu zeigen und dafür als Schuldigen die Jugend auszumachen. FTD.de schreibt: Nach Erhebungen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil in den Vereinigten Staaten grad die Zeitungsbranche ein bisschen vor sich hinkriselt und auch auch ein paar Hochglanzmagazine in Deutschland schon über die Spree gegangen sind, hält das Allensbach-Institut es für nötig, sich über den Zustand der hiesigen Zeitungen besorgt zu zeigen und dafür als Schuldigen die Jugend auszumachen. <a title="FTD.de: Allensbach besorgt um Tageszeitungen" href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Internetboom-Allensbach-besorgt-um-Tageszeitungen/491149.html">FTD.de schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Nach Erhebungen des Instituts für Demoskopie haben sich 1980 noch 72,3 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen täglich über die Tageszeitung informiert. 2008 seien es nur noch 41,1 Prozent gewesen[. …]<br />
Das Internet führe zu einer &#8220;Zeitenwende im Umgang mit Informationen&#8221;, betonte [Allensbach-Chefin] Köcher. Entscheidend sei hierbei weniger die steigende Häufigkeit in der Nutzung des Internets, sondern die generelle Veränderung der Mediennutzung: &#8220;Das Internet verändert die Nutzung aller anderen Medien.&#8221; Der typische Internet-Nutzer neige dazu, ein Medium nur noch zu nutzen, wenn er ein gezieltes Informationsbedürfnis habe.<br />
Das Internet werde dabei genutzt wie ein &#8220;Informationsvorratsschrank&#8221;, der rund um die Uhr zur Verfügung stehe, sagte die Allensbach-Chefin. Daraus resultiere ein sinkendes Bedürfnis, sich regelmäßig &#8220;auf dem Laufenden&#8221; zu halten, und entsprechend eine sporadischere Nutzung aller anderen Medien: &#8220;Bei den Jüngeren haben sich viele davon verabschiedet, sich täglich zu informieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun bin ich kein Meinungsinstitut und habe deshalb keinen Überblick über die Jüngeren, aber das kompensiere ich locker mit einer übersteigerten Selbstwahrnehmung. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass ich überdurchschnittlich viele Medien konsumiere, aber unterschiedliche Mediennutzung gibt es schon seit Beginn der Medien, deshalb habe ich mir mal das unverschämte Recht rausgenommen, ein paar Gedanken über den Informationsvorratsschrank und seinen so sehr anders genutzten analogen Vorläufer aufzuschreiben:</p>
<h2>Keine Träne um des Weinens willen</h2>
<p>Wenn die Zeitungen nicht weiter an Leserschaft verlieren wollen, müssen sie dem Internet etwas entgegen setzen, das es selbst nur in eingeschränktem Maße zu leisten im Stande ist: Hintergründe, Analysen, Meinungen. Ruhe ausstrahlen, Orientierung bieten. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Was kommt aber stattdessen? Geplärre über die bösen LeserInnen, die scheinbar grundlos keine LeserInnen mehr sein wollen; austauschbare, ohne Liebe zusammengesteckte Agenturinhalte, die von den LeserInnen nur im besten Fall noch eine rudimentäre Lesefähigkeit verlangen, weil nichtssagende Bilder zumindest den Platz besetzen, der mit mehr nichtssagendem Text auch nicht besser gefüllt wäre; Imitation der schlechten Seiten des Netzes, weil man denkt, dass LeserInnen in einer Zeitung genau das Suchen, was auch im Netz viele Klicks bringt, dabei aber in Brandtexten das Netz mit genau diesen schlechten Eigenschaften gleichsetzen – oder wie der stets die richtigen Worte findende <a title="Stefan Niggemeier: Der Kulturkampf gegen das Web 2.0" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kulturkampf-gegen-das-web-20/">Stefan Niggemeier vor ein paar Tagen schrieb</a>:</p>
<blockquote><p>Journalisten nutzen das Internet, um die berechtigte Kritik an ihrem eigenen Vorgehen systematisch auf die Amateur-Publizisten zu projizieren. Womöglich hat das nicht nur eine strategische, sondern auch eine psychologische Komponente und hilft irgendwie, den unterschwelligen Selbsthass zu kompensieren.</p></blockquote>
<p>Ja, das Zitat bezog sich auf Journalisten-Texte, die im Internet veröffentlicht wurden – genau wie der Stammlesern wohlbekannte Satz <cite>Sie begehen Selbstmord aus Angst vor dem Tode</cite> aus dem 2007 veröffentlichten <a title="Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet; wie das Web den Journalismus verändert" href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/04417inf.html">Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung</a>, aber ich denke, die Aussagen lassen sich auch auf gedruckte Texte zum Thema übertragen. Bevor jemand einwendet, ich scherte hier alle Zeitungen (bzw. ihre Journalisten) über einen Kamm: Stimmt, und das ist wahrlich eine unzulässige Verallgemeinerung.<br />
Aber: Ich verlange kein Geld von euch dafür, dass ihr euch unzulässige Verallgemeinerungen durchlest und beschwer mich auch nicht, dass mir die Zeitungen meine LeserInnen wegschnappen. Ich bin ein Amateur, der es nicht mit einem Journalisten aufnehmen kann. Ich muss es aber auch nicht. Journalisten dagegen müssen es mit mir aufnehmen, sie müssen auf jeden Fall besser sein als ich, denn sonst haben sie kein Existenzrecht und dürfen sich nicht wundern, dass die LeserInnen sich den Stuss lieber für ömme antun.</p>
<p>Ich wohne am Niederrhein, der – wie man so hört – in der mittlerweile fast schon elitär zu nennenden Situation ist, mit <a href="http://wz-newsline.de"><em>Westdeutscher Zeitung</em></a> und <a href="http://rp-online.de"><em>Rheinischer Post</em></a> zwei Tageszeitungen zu haben. Natürlich sollte ich froh sein, dass es (noch) kein Informationsmonopol oder gar überhaupt keine täglich gedruckten Informationen gibt, aber wenn ich <em>WZ</em> und <em>RP</em> mal durchblättere, bin ich mir nicht sicher, ob die Abwesenheit der Blätter einen so herben Verlust darstellte. Der Mantelteil ist in beiden Zeitungen (wie wahrscheinlich überall) zum Großteil aus Agenturmeldungen zusammengestrickt, die ich tausendfach auch im Internet zugeschmissen bekomme; bei der <em>WZ</em> gibt es neben den Artikeln häufig noch belanglose Zwei-Satz-Kommentare der Redakteure, denen man ihre Lustlosigkeit und fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema anmerkt. Brauch ich nicht. Die Gedanken, die da teilweise zu Papier gebracht werden, spül ich morgens die Kloschüssel runter. Die Medienseite der <em>WZ</em> wurde schon vor längerer Zeit fast gänzlich abgeschafft, neben dem Fernsehprogramm des Tages findet sich hier nur noch ein TV-Tipp. Früher hab ich jeden Morgen gierig die Quoten des Vorvortages verschlungen, aber die hielten die Verantwortlichen bei der <em>WZ</em> wohl für verzichtbar. Seitdem hab ich Medienmagazine im Web entdeckt, von deren Existenz ich bis dahin nicht einmal geahnt hatte und die täglich Themen für mich bereit halten, mit denen die <em>WZ</em>-Medienseite wochenlang gefüllt werden könnte.<br />
Ein Medienmagazin wie <a title="Medienmagazin DWDL" href="http://dwdl.de"><em>DWDL</em></a> widerlegt übrigens auch die gelegentlich geäußerte Unterstellung, Qualität könne nicht von „Laien“ angeboten werden; dass dafür die etablierten Medien benötigt würden. Ich möchte mit dem Begriff „Laien“ nicht die Leistung von <em>DWDL</em> herabwürdigen, sondern nur ausdrücken, dass die Seite <a title="DWDL-Blog: Wie alles begann: Die DWDL.de-Story (1)" href="http://www.dwdl.de/features/blog/dasletzte/eintrag_19665.html">quasi als Hobbyprojekt von medienbegeisterten Heranwachsenden gestartet ist</a>.<br />
Wenn Bedarf seitens der Konsumenten vorhanden ist und genügend Motivation auf der Seite der Macher, kann jedes Projekt auch – und durch die geringeren Startkosten grade – im Internet professionell werden.</p>
<p>Ohne Frage lese auch ich – wie wahrscheinlich jeder Mensch – längere Texte lieber gedruckt als auf einem Bildschirm, aber von den lokalen Tageszeitungen kann und sollte ich die nicht erwarten. Dafür sind die Überregionalen da: <em>FAZ</em>, <em>Süddeutsche</em> und dergleichen. Welche Daseinsberechtigung haben lokale Tageszeitungen also noch? Logische Antwort: Der Lokalteil informiert die Menschen vor Ort als einziger umfassend über das, was vor Ort geschieht. Wirklich?<br />
Seitdem die Website meiner Stadt einen RSS-Feed anbietet, habe ich ihn abonniert. Dort werden täglich Pressemeldungen veröffentlicht, die auch – logisch – an die Presse rausgehen. Für einen Journalisten wäre es nun – so sollte man annehmen – erste Aufgabe, sich des Themas anzunehmen, andere Meinungen einzuholen, Hintergrundinformationen zu sammeln. Natürlich ist das nicht bei jeder geänderten Öffnungszeit des Stadtteilbüros möglich und nötig – aber ich erwarte schon, dass ich in der Zeitung morgens andere Sätze lese als im RSS-Feed am Tag zuvor; zumindest aber ein von Fehlern befreiter Wortlaut der Pressemitteilung. Beides ist <em>WZ</em> und <em>RP</em> in vielen, vielen Einzelfällen nicht gelungen: Wenn ein Wort in der Pressemitteilung fehlt oder ein Name falsch geschrieben ist, dann kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich das so auch auf Papier wiederfinden lässt.<br />
Wenn also doch nur vielfach die unkorrigierten Pressemitteilungen so angeordnet werden, dass am Ende möglichst wenig unbedruckte Fläche übrig bleibt: Welchen Vorteil hat ein Lokalteil gegenüber dem RSS-Feed der Stadt?</p>
<p>Ein starkes Argument, das für Regionalzeitungen spricht: Es haben längst noch nicht alle Menschen Internet; grade Ältere würde ohne Zweifel der Zugang zu Informationen abgeschnitten. Die Frage muss aber erlaubt sein: Soll ich nur deshalb weiter Zeitung lesen, weil ich nicht möchte, dass Ommaken ohne Zeitung dasteht? Das kann es nicht sein.<br />
Wie <a title="Netzökonom: Der digitale Graben liegt bei 50 Jahren" href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/03/02/fuer-junge-menschen-ist-handy-wichtiger-als-der-partner-_28002300_cebit-_2300_webciety_2900_.aspx">Netzökonom Holger Schmidt schreibt</a>, hat der <a title="Jeder Zweite findet Leben ohne Internet undenkbar" href="http://bitkom.org/de/presse/8477_57983.aspx">Branchenverband Bitkom festgestellt</a>, dass der „digitale Graben“ bei 50 Jahren liegt. Warum finden sich die Lokal- und Regionalzeitungen (aber auch Meinungsforschungsinstitute wie Allensbach) nicht damit ab, dass dieser „digitale Graben“ existiert? Was spricht angesichts der fehlenden Argumente für die Jüngeren aus Sicht der Zeitungen dagegen, den hoffnungslosen Kampf gegen das Internet aufzugeben und stattdessen eine Konzentration auf ihre (nicht gewollte, aber nun einmal existente) Zielgruppe zu legen?<br />
Ja, sicher, diese momentane Zielgruppe stirbt irgendwann aus, dann hätten die Zeitungen überhaupt keine Kundschaft mehr. Aber dieses Finale steht den meisten Zeitungen sowieso bevor, die nicht – wie oben beschrieben – einen anderen Markt abdecken als das Internet es könnte. Außerdem: Wer sagt denn, dass nicht auch die Jungen irgendwann mal älter werden und kurze, belanglose, austauschbare Texte wieder gedruckt lesen wollen?</p>
<h2>Der Feedreader als Zeitung</h2>
<p>Nun habe ich schon häufig das Argument gelesen, dass im Internet einfach zu viele Informationen bereitgestellt würden und ein einzelner Mensch das gar nicht alles verarbeiten könnte. Die Sache ist nur: Mein Feedreader ist die beste Zeitung, die ich je gelesen habe. Ich bin dank meines Feedreaders informierter als je zuvor und als ich ohne Feedreader je in meinem Leben sein könnte. Er bietet mir aufbereitet alle Informationen an, die ich haben möchte, aber eben nicht nur die, sondern auch vieles, von dem ich nie gedacht hätte, dass es mich interessiert, aber das mich dann beim Überschriftenüberflug innehalten lässt. Wenn mich dann noch die ersten zwei, drei Sätze packen, dann interessiert mich doch gar nicht, ob mich das Thema selbst interessiert – ich lese einfach gern gut geschriebene Stücke, die ich in einem ordentlich sortierten Feedreader aber ungleich besser finde als in zehn gekauften Zeitungen. Die würden nämlich tatsächlich für eine Informationsflut sorgen, der ich nicht mehr Herr werden könnte. Frau Köcher (die Dame vom Beginn, die Älteren erinnern sich vielleicht noch) hat also einfach nicht recht:<br />
Ich nutze das Medium nicht annähernd nur noch, wenn ich ein gezieltes Informationsbedürfnis habe. Im Gegenteil sind mein Feedreader und die darin auftauchenden weiterführenden Links meine liebste und meistgenutzte Prokrastinationsquelle.<br />
Ich nutze das Internet des Weiteren nicht wie einen „Informationsvorratsschrank“, der rund um die Uhr zur Verfügung steht. Daraus resultiert bei mir kein sinkendes Bedürfnis, mich regelmäßig „auf dem Laufenden“ zu halten und wirklich täglich informiere ich mich bewusst erst, seit ich einen Feedreader habe.<br />
Bei zwei Punkten hat sie allerdings Recht: Ich nutze alle anderen Medien sporadischer. Ich weiß aber nicht, was daran grundsätzlich schlecht sein soll, denn andererseits nutze ich andere Medien so viel wie nie zuvor. Wie? Nun, Frau Köcher übersieht wohl, dass das Internet alle anderen Medien in sich vereint: Für das WDR-ZeitZeichen muss ich kein Radio mit in die Uni nehmen, damit ich pünktlich um 9 Uhr dabei bin. Ich kann es mir stattdessen einfach <a title="wdr5.de: ZeitZeichen" href="http://www.wdr5.de/sendungen/zeitzeichen.html">immer anhören</a>. Für die Tagesschau muss ich ebenfalls nicht um 20 Uhr vor dem Fernseher hocken: Ich kann mir sie noch <a title="tagesschau.de: Videoübersicht" href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/index.html">mitten in der Nacht anschauen oder auch noch Jahre später</a>. Und schließlich die tagesaktuellen Informationen, die ich sonst nicht mehr ganz so tagesaktuell in der Zeitung las. Hab ich Medien vergessen? Oh, Spielekonsolen. Tja, die fass ich tatsächlich nicht mehr an. Ein herber Verlust für eine vielfältige Medienlandschaft. Jetzt weiß ich, worum sich Frau Köhler sorgt.<br />
Der zweite Punkt, mit dem sie Recht hat: Das Internet führt zu einer „Zeitenwende im Umgang mit Informationen“. Stimmt ohne Zweifel. Sie müsste mir jetzt nur noch erklären, was daran besorgniserregend sein soll. Ist es nicht stattdessen die Erfüllung eines Traumes der Menschheit, sich selbst – häufig aus erster Quelle – über Ereignisse zu informieren und nicht auf die wahrheitsgetreue Berichterstattung zweiter, dritter und vierter angewiesen zu sein?<br />
Bitte versteht mich da nicht falsch: Ich bin mir durchaus der Gefahr der Informationsfälschung auch und grade in einem (noch) so offenem Medium wie dem Internet bewusst, aber da ich mir sicher bin, dass der Mensch irgendwann das Ideal des mündigen, aufgeklärten Menschen erreichen wird, spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen, dem Menschen so viel Verantwortung zu überlassen, dass er die nötige Medienkompetenz entwickeln kann, richtiges und wichtiges von unseriösem zu trennen. Um diese Medienkompetenz zu entwickeln, stehen ihm so viele verschiedene Informationskanäle zur Verfügung wie nie zuvor und daran würde auch die ein oder andere Regionalzeitung weniger nichts ändern.</p>
<p>Das hört sich alles sehr pathetisch und utopisch an und hat wohl tatsächlich nur wenig mit dem vorliegenden „Problem“ zu tun, wir würden uns weniger über das Tagesgeschehen „auf dem Laufenden“ halten – andererseits ist „Zeitenwende“ nun auch nicht der bodenständigste Begriff, oder? Bei sowas großem darf man auch mal große Worte bemühen.</p>
<h2>… und jetzt?</h2>
<p>Dass eine Besinnung auf die Stärken des Mediums nicht die schlechteste Idee ist, lässt sich – trotz sicherlich schwieriger Zeiten für die Zeitungen – auch an den <a title="textintern.de: IVW – IV/2008 Zeitungen" href="http://www.textintern.de/cgi-local/csBanner/csBanner.cgi?command=click&amp;g=65&amp;id=66">IVW-Zahlen</a> ablesen:<br />
Während Ramsch- und Klatschblätter wie <em>Bild</em>, die in den zahlreichen Gossip-Websites ihre natürlichen Feinde haben und ihnen gegenüber keinen Vorteil – weder inhaltlich, noch zeitlich oder preislich – aufbieten können, rasant an Auflage verlieren, schaffen es die meisten Qualitätszeitungen, ihre Auflage wenigstens zu halten oder – wie die <em>FAZ</em> – sogar ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr herauszuholen. Dieses Plus wird sicherlich nicht durch wörtlich übernommene Agenturmeldungen generiert, sondern durch Inhalte, deren Kauf sich lohnt und die nur auf Papier so richtig Sinn ergeben.</p>
<p>Natürlich ist die Frage der Finanzierung von qualitativ hochwertigen Inhalten im Netz noch weitgehend ungeklärt, aber es kann doch kein Argument für Zeitungen sein, dass die Verlage sich die Information der Bürger ohne Zeitungen nicht leisten können. Dann haben die Verleger versagt und nicht die Bürger. Hier sind Antworten gefragt und keine Schuldzuweisungen.</p>
<p>Das Medium wird sich vielleicht (bzw. ziemlich sicher) ändern, aber die Art des Informationskonsums doch nicht: Wer heute <em>Bild</em> kauft, wird sich auch morgen noch auf Gerüchte- und Skandalblogs rumtreiben. Die, die sich seriös informieren wollen, suchen auch weiterhin aktiv nach den besten verfügbaren Informationen – und finden sie wohl auch noch ein paar Jahrzehnte (oder sogar Jahrhunderte) zumindest partiell noch in den besten Zeitungen. Der Rest hat selbst Schuld.</p>
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		<title>Zitate vom Tage</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 22:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Peter Sunde von „The Pirate Bay“ in der „Pirate Bay Trial Edition“ des mehrteiligen Films „Steal This Film“ über die Wahrscheinlichkeit, dass er und die Mitangeklagten eine Gefängnisstrafe bekommen könnten: There’s only one lawyer that actually thinks that we could get prison. And, like, no other lawyer in the whole world thinks that we could [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Sunde von „<a title="Wikipedia: The Pirate Bay" href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Pirate_Bay">The Pirate Bay</a>“ in der „<a title="YouTube: Steal This Film - TRIAL EDITION" href="http://www.youtube.com/watch?v=uKyuFJgGxJc">Pirate Bay Trial Edition</a>“ des mehrteiligen Films „<a title="Steal This Film" href="http://stealthisfilm.com">Steal This Film</a>“ über die Wahrscheinlichkeit, dass er und die Mitangeklagten eine Gefängnisstrafe bekommen könnten:</p>
<blockquote><p>There’s only one lawyer that actually thinks that we could get prison. And, like, no other lawyer in the whole world thinks that we could get prison time for this. And that’s the MPAA lawyer says we’re going to prison. And since she says that, she proves that either she’s a really bad lawyer or that she’s lying. […] She’s also the lawyer for the Scientology Church. Uhm … Probably enough.</p></blockquote>
<p>(<a title="Nerdcore: Steal this Film: Pirate Bay Trial Edition" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/02/18/steal-this-film-pirate-bay-trial-edition/">via Nerdcore</a>)</p>
<hr /><a title="taz.de: Murks in Mainz" href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/murks-in-mainz/">Steffen Grimberg auf taz.de</a> über eine von der Union wohl angestrebte Nichtverlängerung des Vertrages von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nach 2010 und das mögliche Nachfolgewirrwar:</p>
<blockquote><p>Und was wäre, wenn wirklich Peter Frey ab 2010 neuer ZDF-Chefredakteur wird? Dann würde im ZDF-Hauptstadtstudio Peter Hahne nachrücken &#8211; das kann nun wirklich keiner wollen.</p>
<p>Auf die Union ist also weiter Verlass. Sie macht keine Medienpolitik. Sondern Murks.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn man keine Bilder hat – einfach mal … MainPlog fragen</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/02/08/wenn-man-keine-bilder-hat-einfach-mal-mainplog-fragen/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 17:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Journalist fürs Fernsehen hat man es echt nicht leicht. Auf der einen Seite hat man zwar die fantastische Möglichkeit – anders als zum Beispiel im Radio – sowohl Bilder als auch Ton an die Menschen zu bringen, um sie zu informieren; auf der anderen Seite kann das aber auch zum Fluch werden, denn wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Journalist fürs Fernsehen hat man es echt nicht leicht. Auf der einen Seite hat man zwar die fantastische Möglichkeit – anders als zum Beispiel im Radio – sowohl Bilder als auch Ton an die Menschen zu bringen, um sie zu informieren; auf der anderen Seite kann das aber auch zum Fluch werden, denn wenn zu einem Text keine entsprechenden Bilder vorliegen, kann man im Fernsehen nicht einfach sagen: „Och, dann lassen wir die Bilder halt weg.“<br />
Zum Glück kann den Topjournalisten beim Bayrischen Rundfunk das kaum passieren. Dort hat man zu fast jedem Satz die passenden Bilder. Glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis:<br />
Nehmen wir (natürlich ganz willkürlich) doch mal folgende Worte aus einer <a title="br-online.de: Glos' Rücktrittsangebot – Was sind seine wahren Gründe?" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/glos-ruecktrittsangebot-csu-ID1234034084415.xml">Meldung über das Rücktrittsgesuch von Wirtschaftsminister Glos</a>:</p>
<blockquote><p>Mit der Bundeskanzlerin habe er danach telefoniert, um sie über seinen Schritt zu informieren.</p></blockquote>
<p>Als <em>normaler</em> Journalist steht man jetzt erstmal da und denkt: „Mhm, blöde Sache: hab ich ja gar keine Bilder von, wie der Glos da mit der Merkel telefoniert. Was mach ich denn jetzt?“ Beim Bayrischen Rundfunk hat man solche Probleme nicht. Denn dort hat man die Bilder:<br />
<img src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/02/glos_handy.png" alt="glos_handy" title="glos_handy" width="384" height="288" class="alignnone size-full wp-image-1191" /></p>
<p>Was? Es soll unglaubwürdig sein, dass der Bayrische Rundfunk den Wirtschaftsminister genau in dem Moment gefilmt hat, in dem er mit der Kanzlerin telefoniert? Ich denke nicht, denn beim Bayrischen Rundfunk sind exklusive Szenen Alltag.<br />
Weiteres Beispiel: Der Sprecher sagt folgenden Satz:</p>
<blockquote><p>In letzter Zeit war Michael Glos in Kritik geraten, weil er sich während der Finanzkrise zu sehr im Hintergrund gehalten habe.</p></blockquote>
<p>Wiederum würde ein <em>normaler</em> Journalist hier an den Rand der Verzweilung getrieben werden, denn es ist doch nun wirklich fast unmöglich, zu diesen Wörtern immerhin halbwegs passende Bilder zu finden. Und der Bayrische Rundfunk? Der lehnt sich währenddessen entspannt zurück, denn er hat es tatsächlich geschafft zu filmen, wie sehr sich Glos während der Finanzkrise im Hintergrund gehalten hat:<br />
<img src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/02/glos_hintergrund.png" alt="glos_hintergrund" title="glos_hintergrund" width="384" height="288" class="alignnone size-full wp-image-1192" /></p>
<p>Fantastisch, oder? Selbst die Topjournalisten beim Bayrischen Rundfunk schaffen es aber nicht immer, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, wie das folgende Beispiel eindrucksvoll beweist. Erst der gesprochene Text:</p>
<blockquote><p>Es war 16:23 Uhr, da meldeten die ersten Agenturen einen politischen Paukenschlag.</p></blockquote>
<p>Bebildert ist das dann so:<br />
<img src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/02/paukenschlag.png" alt="paukenschlag" title="paukenschlag" width="384" height="288" class="alignnone size-full wp-image-1193" /></p>
<p>Jetzt mal ehrlich: Das Bild hat doch nichts, aber auch gar nichts mit dem Text zu tun. Weil das MainPlog aber bekanntlich ein Dienstleistungsblog für gestresste Fernsehjournalisten ist, bieten wir ganz konkret Hilfe an. Wir waren nämlich dabei, um 16:23 Uhr – und möchten die versammelte Journaille an diesem Ereignis teilhaben lassen. So sah das aus:<br />
<img src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/02/glos_paukenschlag.gif" alt="glos_paukenschlag" title="glos_paukenschlag" width="420" height="600" class="alignnone size-full wp-image-1194" /></p>
<p>So, liebe Journalisten. Wenn fürderhin die Agenturen mal wieder einen Paukenschlag vermelden, wisst ihr Bescheid: Nehmt ihr das hier. Dann habt ihr ein akkurates Bild. Wir sind sogar so nett, das (wie ja so ziemlich alles hier im Blog) unter <a title="Creative Commons Attribution 3.0 Germany" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/">CC-Lizenz</a> zu veröffentlichen.<br />
Weiter im Text sagt der Sprecher übrigens folgenden Satz:</p>
<blockquote><p>Doch letztendlich scheint nun Horst Seehofer die Entscheidung in der Hand zu haben, ob er Michael Glos wirklich ziehen lässt.</p></blockquote>
<p>Und ja: Auch dazu haben wir rein zufällig ein passendes Bild parat:<br />
<img src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/02/glos_entscheidung.gif" alt="glos_entscheidung" title="glos_entscheidung" width="420" height="600" class="alignnone size-full wp-image-1195" /></p>
<p>So. Wehe, jetzt kommt noch mal ein Journalist mit nichtssagenden Bildern um die Ecke. Dann ist hier aber was los.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Physikmatiker gesucht</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/01/26/physikmatiker-gesucht/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 22:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kann mir jemand mit ein wenig Ahnung von so komischen Dingen wie Beschleunigung, Reibung und Winkel mal vorrechnen, welche Bedingungen für die Herstellung folgenden Sachverhalts gegeben sein müssen? (direkt zum YouTube-Video) Nachdem ihr aus dem Rechnen herausgekommen seid, dürft ihr noch kurz zum Mitteldeutschen Rundfunk klicken und euch dort ein Video ähnlichen Inhalts anschauen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kann mir jemand mit ein wenig Ahnung von so komischen Dingen wie Beschleunigung, Reibung und Winkel mal vorrechnen, welche Bedingungen für die Herstellung folgenden Sachverhalts gegeben sein müssen?<br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sA0zhqF0qHg&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sA0zhqF0qHg&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
(<a title="YouTube: Auto in Kirche" href="http://de.youtube.com/watch?v=sA0zhqF0qHg">direkt zum YouTube-Video</a>)</p>
<p>Nachdem ihr aus dem Rechnen herausgekommen seid, dürft ihr noch kurz <a title="MDR.de: Auto fliegt in Kirchendach" href="http://www.mdr.de/nachrichten/6080308.html">zum Mitteldeutschen Rundfunk klicken</a> und euch dort ein Video ähnlichen Inhalts anschauen. Das aber nicht, weil dort neue Erkenntnisse zu erlangen wären, sondern, weil es der Sprecher (besonders im letzten Drittel) schafft, keinen einzigen Wortwitz, den knallharte „Journalisten“ in einer solchen Situation zu bringen pflegen, auszulassen. Obwohl, einen weiteren hat er wohl tatsächlich vergessen, aber wofür gibts denn die Kommentare bei YouTube? Dort lese ich <a title="YouTube: Kommentar zu „Wunder von Limbach-Oberfrohna“" href="http://de.youtube.com/watch?v=rtAWNPB1M7A#tY0BMFd2rjc">unter einem weiteren Video</a> der Situation:</p>
<blockquote><p>Der hat wohl Märtyrer mit Mehrtürer verwechselt!</p></blockquote>
<p>(<a title="Twitter: Statusmeldung von Malte Welding" href="http://twitter.com/maltewelding/status/1149023615">ursprünglich via @maltewelding</a>)</p>
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		<title>Ausreden</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 14:42:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jaja, mal wieder sehr leer hier ich weiß. Dies hat ungefähr 3,5 Gründe. 0,5. Ich habe die letzten 16 Tage vermehrt vor dem Fernseher verbracht und eine Sendung mit gutem Musikgeschmack geguckt, zu der Zeit wo ich sonst meistens blogge. 1. Ich musste mich von meinen schweren Verletzungen erholen. 2. Schule schlaucht im Moment irgendwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, mal wieder sehr leer hier ich weiß. Dies hat ungefähr 3,5 Gründe.<br />
0,5. Ich habe die letzten 16 Tage vermehrt vor dem Fernseher verbracht und eine Sendung mit gutem Musikgeschmack geguckt, zu der Zeit wo ich sonst meistens blogge.<br />
1. Ich musste mich von meinen <a href="http://blog.mainp.de/2009/01/20/du-stirbst/">schweren Verletzungen</a> erholen.<br />
2. Schule schlaucht im Moment irgendwie ganz schön.<br />
3. Habe ich mich mal wieder dran gesetzt eine kleine <a href="http://niklas-konzert.de">Homepage</a> zu erstellen. Neben diesem nicht schönen Design habe ich auch das kleine CMS, welches hinter der Seite steckt zu verantworten und die Adresse habe ich auch gesponsort. Ja ich bin ein Gutmensch und komme jetzt in den Himmel. Der Grund der Seite ist leider ehr traurig: Ein Schüler unserer Schule hat Krebs und die Familie braucht nun Geld. Zu diesem Zwecke haben ein paar Lehrer meiner Schule ein Benefiz-Konzert organisiert mit fast allen bekannten Willicher Bands. Gerüchten zufolge sogar Teile <a href="http://capricornhome.de">DER besten Band überhaupt</a>.<br />
Also wer lust hat sich einen schönen Abend zu machen und gleichzeitig was gutes zu tuen, der kommt mit 10€ am 7.3.09 zum Forum meiner Gesamtschule und lässt sich ein paar Stunden mit Livemusik beschallen.<br />
Das obligatorische Musikvideo schlägt heute ruhigere Töne an und trifft wahrscheinlich so gar nicht euren Geschmack von guter Musik, aber irgendwie gefällt mir das Lied und das Video ist auch schön, SO.<br />
<a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;videoid=50460866">Plain White T&#8217;s &#8211; 1, 2, 3, 4 &#8211; Official Music Video (HQ)</a><br/><object width="425px" height="360px" ><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="wmode" value="transparent"/><param name="movie" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=50460866,t=1,mt=video,searchID=,primarycolor=,secondarycolor="/><embed src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=50460866,t=1,mt=video,searchID=,primarycolor=,secondarycolor=" width="425" height="360" allowFullScreen="true" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent"/></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Du stirbst</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 20:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MainP</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hätte ich das mal früher gewusst, dann wäre ich heute bestimmt nicht aufgestanden. Ich wäre nicht auf mein Fahrrad gestiegen um zur Schule zu fahren und hätte mich auch nicht gewundert, dass mein Fahrrad in der ersten Kurve schon wegrutscht. Vielleicht hätte ich auch vorsichtshalber einfach mal was anderes angezogen als schwarze Schuhe, schwarze Hose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1168" title="Carina: Du stirbst" src="http://blog.mainp.de/wp-content/uploads/2009/01/stirbst.jpg" alt="Carina: Du stirbst" width="372" height="35" />Hätte ich das mal früher gewusst, dann wäre ich heute bestimmt nicht aufgestanden.<br />
Ich wäre nicht auf mein Fahrrad gestiegen um zur Schule zu fahren und hätte mich auch nicht gewundert, dass mein Fahrrad in der ersten Kurve schon wegrutscht.<br />
Vielleicht hätte ich auch vorsichtshalber einfach mal was anderes angezogen als schwarze Schuhe, schwarze Hose und eine schwarze Jacke. Hey, ich mein, meine Mütze ist grau, das reicht ja wohl.<br />
Wenn ich dies alles gemacht hätte, hätte ich bestimmt auch früher gesehen, dass dieses blöde Auto mir die Vorfahrt nimmt. Ich wäre noch früher rechts abgebogen um dem Auto auszuweichen und hätte noch früher gemerkt, dass Bremsen auf Glatteis total idiotisch ist.<br />
So konnte ich jetzt aber auf meiner To-Do-Liste abhaken, dass ich einmal auf einer Motorhaube liegen will. Mein Fahrrad wird jetzt repariert und die nette Dame würde sich ihren rechten Frontflügel sonst bestimmt nicht neu lackieren.<br />
Weiterhin hätte ich den netten Herr Drücke nicht kennen gelernt, der mich erst geröntgt hat und dann meinte, dass ich meine Hand und mein Knie nur geprellt habe und außerdem hätte ich dann heute vier Stunden Schule gehabt.<br />
Also liebe Carina, schicke deine Spammails demnächst was früher. Einmal auf einer Motorhaube liegen reicht jetzt auch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>We Are One</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 20:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(hochgeladen unter CC-Lizenz vom Presidential Inaugural Committee bei Flickr) Welch ein fantastisches Bild: Die Oscar-Preisträger Forest Whitaker und Jamie Foxx sowie Will.I.Am backstage bei den Feiern zur Amtseinführung Bärack Obämmas. Bei Flickr gibts noch mehr davon und im Laufe des Tages kommen wohl noch viele weitere dazu. Beim National Public Radio kann man sich den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://farm4.static.flickr.com/3477/3206625175_0c678d27fa.jpg" title="Forest Whitaker, Jamie Foxx und Will.I.Am" class="alignnone" width="500" height="349" /><br />
<small>(hochgeladen unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a> vom <a href="http://flickr.com/photos/inauguration/">Presidential Inaugural Committee</a> bei <a href="http://flickr.com/photos/inauguration/3206625175/">Flickr</a>)</small></p>
<p>Welch ein fantastisches Bild: Die Oscar-Preisträger Forest Whitaker und Jamie Foxx sowie Will.I.Am backstage bei den Feiern zur Amtseinführung Bärack Obämmas. <a href="http://flickr.com/photos/inauguration/sets/72157612668525387/">Bei Flickr gibts noch mehr davon</a> und im Laufe des Tages kommen wohl noch viele weitere dazu.<br />
Beim National Public Radio kann man sich den <a href="http://www.npr.org/templates/player/mediaPlayer.html?action=3&#038;t=live1&#038;islist=false">Livestream der Veranstaltung</a> anhören, grade hat zum Beispiel Jamie Foxx Teile von Obamas berühmter Change-is-gonna-come-Rede zitiert – und dabei Obamas Stimme aber mal sowas von gut imitiert. Toller Typ. Tolle Veranstaltung aber allgemein mit vielen Leuten, die ich mal zu den Guten zurechne. Kann man sich ja mal anhören, wenn man ein bisschen 4.-November-Gefühl wieder aufleben lassen möchte.</p>
<p>(Beides, den Hinweis auf die <a href="http://twitter.com/coffeeandtv/status/1128727689">Flickr-Bilder</a> und die <a href="http://twitter.com/coffeeandtv/status/1128692693">NPR-Übertragung</a> via <a href="http://twitter.com/coffeeandtv">Lukas’ Twitteraccount</a>)</p>
<p><small>P.S.: In Deutschland währenddessen was interessantes passiert?</small></p>
]]></content:encoded>
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		<title>When I get bored, I stop being bored and be amazed instead. True story.</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/01/17/when-i-get-bored-i-stop-being-bored-and-be-amazed-true-story/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 02:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag bezieht sich auf keine Trigami-Text-Review-Kampagne. Dieser Beitrag ist also nicht bezahlt, spiegelt aber trotzdem meine subjektive Meinung wider. Vielleicht bin ich insofern abnormal, als ich mich schwerlich amüsieren kann, wenn um mich herum 2000 Leute sitzen, die akribisch darauf achten, bei exakt jedem Witz besonders laut zu lachen, damit auch alle um sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag bezieht sich auf keine Trigami-Text-Review-Kampagne. Dieser Beitrag ist also nicht bezahlt, spiegelt aber trotzdem meine subjektive Meinung wider.</em></p>
<p>Vielleicht bin ich insofern abnormal, als ich mich schwerlich amüsieren kann, wenn um mich herum 2000 Leute sitzen, die akribisch darauf achten, bei exakt jedem Witz besonders laut zu lachen, damit auch alle um sie herum mitbekommen, dass sie den Witz verstanden haben – und bei besonders offensichtlichen Witzen dem Sitznachbarn ein triumphierendes „Hahahaha, der war gut, ne? Hasse den verstanden, he? Also, ich schon. Toll, ne? Hahaha“ zuzugrinsen. Vielleicht bin ich mit meiner Definition einer rethorischen Frage zu altbacken für die heutige Menschheit, die auf die Frage des Kabarettisten, ob sein Publikum diese heutige Menschheit in ihrer unendlichen Komplexität noch verstünde, unisono mit „Nein“ antwortet. Vielleicht sollte ich mir zwecks Sozialisierung abgewöhnen, einen Witz nicht mehr lustig zu finden, wenn ich seine Pointe entweder schon vorhersehen konnte oder ihn wegen Gähnens nicht mitbekommen hab. Vielleicht ist es absurd, dass das eigene Humorverständnis irgendwann beginnt, ständig neue, so noch nicht formulierte Humorpreziosen zu verlangen und einem die ansonsten recht praktische Schubladenfunktion im Kopf alles auf Durchzug schaltet, was den Anschein eines mariobarthesquen Frauen-Männer-Einkaufen-Kochen-Witzes hat – unabhängig davon, ob der Witz selbst vielleicht sogar gut war. Vielleicht habe ich eine falsche Definition von Rassismus im Kopf, die mich denken lässt, dass es widersprüchlich ist, am Anfang des Programms zu geloben, Rassismus außen vor zu lassen, um dann einen Witz über das Äußere von Österreichern abzulassen. (Vielleicht ist Rassismus im allgemeinen Verständnis ja nur Diskriminierung uns vergleichsweise ferner Kulturen bzw. deren Kinder und bei uns recht nahen Kulturen kann es gar kein Rassismus mehr sein, weil es ja nur nett gemeint ist.) Vielleicht irre ich mich ja, wenn ich den Eindruck habe, dass Witze über Selbstmordattentäter, Osama bin Laden, Koran, Islam, Christentum, Buddhismus und – als Höhepunkt – alle möglichen total gegen den Strom schwimmenden Nazi– und Hitlervergleiche selten witzig und noch seltener innovativ sind. Vielleicht ist es die übliche Verneblung der Vergangenheit, die mich denken lässt, dass Dieter Nuhr früher niveauvoller, frecher und weniger auf größtmöglichen Konsens bedacht war als heute.</p>
<p>Alles falsch. Dieter Nuhr hat sich einfach nur einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, von mir gesehen zu werden, denn mein Lachreflex hatte in den letzten Wochen einiges zu tun und dürfte deshalb stark übermüdet gewesen sein. Der Grund:<br />
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(<a href="http://de.youtube.com/watch?v=SVUekHmY87M">direkt zum YouTube-Video</a>)</p>
<p>Bitte macht euch selbst ein Geschenk und schaut euch diese fantastische Serie an. Zur Not samstags irgendwann um 14 Uhr oder so auf Pro Sieben. Aber wirklich nur zur Not, denn selbst wenn ihr kein Englisch könnt: Für „How I Met Your Mother“ lohnt es sich, Englisch zu lernen.</p>
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