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	<title>MainPlog &#187; Web</title>
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	<description>Ich bin ein Eierkopf, sie sind die Eierköpfe, ich bin ein Walross, GRUNZ!</description>
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		<title>[Kein Titel]</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 16:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten in meiner Twitter-Timeline haben gestern entweder geschwiegen, sich aus dem Thema herausgehalten, oder die Medienberichterstattung kritisch begleitet. Die einzigen, die sich daneben benommen haben, waren (mal wieder) die Vertreter der klassischen Medien: »OH, ES IST JA SO SCHRECKLICH! KLICKEN SIE HIER FÜR DIE 1000 SCHRECKLICHSTEN BILDER!!! http://bit.ly/ganzschrecklichebilder «. Ich kann gut verstehen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten in meiner Twitter-Timeline haben gestern entweder geschwiegen, sich aus dem Thema herausgehalten, oder die Medienberichterstattung kritisch begleitet. Die einzigen, die sich daneben benommen haben, waren (mal wieder) die Vertreter der klassischen Medien: »OH, ES IST JA SO SCHRECKLICH! KLICKEN SIE HIER FÜR DIE 1000 SCHRECKLICHSTEN BILDER!!! http://bit.ly/ganzschrecklichebilder «.<br />
Ich kann gut verstehen, dass ihr Twitter an einem solchen Tag schließt, aber nicht, weil ihr mit dem Tenor eurer Timeline unzufrieden seid. Offenbar folgt ihr den falschen Menschen. Menschen, die ein Mitteilungsbedürfnis haben, das ihr nicht akzeptieren könnt. Warum folgt ihr denen?<br />
<a title="Huck Haas bei Twitter" href="http://twitter.com/stijlroyal">Huck Haas</a> twittert: »<a title="Stijlroyals Status bei Twitter" href="http://twitter.com/stijlroyal/status/19436134216">Unglaublich wieviel Stuss hier einige zu den Ereignissen in Duisburg von sich geben.</a>«. Ja, da haben einige viel Stuss von sich gegeben. Lesen muss das niemand. Ihr wisst doch vorher, wes Geistes Kind die von euch Verfolgten sind.<br />
Lisa Rank bloggt: »<a title="Niemals geschlossene Schuhe. im Blog von Elisabeth Rank" href="http://mevme.com/lizblog/niemals-geschlossene-schuhe/">Wem soll ich so sein ernsthaftes Entsetzen abnehmen? Wen darf ich dann nicht Heuchler nennen, wenn im ersten Moment geschrieben wird ›Oh wie schrecklich!‹ und im zweiten ›Oh ein Regen!‹?</a>« Völlig richtig, das ist Heuchelei und es ist verdammenswert. Dennoch: ihr seid selbst dafür verantwortlich, wem ihr folgt oder nicht folgt und welchen Grad von Stuss ihr euch selbst antut. Ich lese doch auch nicht die BILD und beschwere mich anschließend über deren Heuchelei. Na ja, ich würde mich schon beschweren, aber deshalb lese ich sie ja auch nicht.<br />
<a title="Coffee And TV: silence." href="http://www.coffeeandtv.de/2010/07/25/silence/">Lukas Heinser sekundiert</a> Lisa in einem eigenen kurzen Blogeintrag – vorhersehbar angesichts der Art von Artikeln, die er in den vergangenen Monaten zu dem Thema verfasst hat. Vor knapp einem Jahr hat er deshalb sogar seinen letzten Tweet gebracht und sein Twitter-Konto mittlerweile komplett gelöscht. Vorhersehbar, aber nicht nachvollziehbar. Wie er vor zwei Wochen »<a title="Coffee And TV: In Sachen Facebook" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/07/09/in-sachen-facebook/">in Sachen Facebook</a>« ausführlich darstellte, achtet er doch »ziemlich genau darauf, wen [er] bei Facebook als ›Freund‹ hinzufüg[t]«.* Jeder und jedem sei die Freiheit gegönnt, sich aus einer Sache zurückzuziehen, die ihr und ihm keinen Spaß mehr macht und keinen Sinn mehr gibt. Nicht in Ordnung finde ich die grundsätzliche Verdammung einer Sache, weil man selbst an ihr gescheitert ist. Im Februar schon <a title="Coffee And TV: Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/">schrieb Lukas über ein anderes Thema</a>: »es grenzt an ein Wunder, dass sich die ›#fail‹s bei Twitter bisher in Grenzen halten.« Auch damals kommentierte ich verwundert: »<a title="Kommentar 12 zu Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten bei Coffee And TV" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/#comment-37256">Klingt da ein wenig Frust durch, dass du nicht das vorgefunden hast, was du dir für ein stimmiges Gesamtbild gewünscht hättest?</a>« und ergänzte später: »<a title="Kommentar 16 zu Die Ignoranz der Jungen, die Ignoranz der Alten bei Coffee And TV" href="http://www.coffeeandtv.de/2010/02/09/die-arroganz-der-jungen-die-ignoranz-der-alten/#comment-37261">Wie man so hört, soll Twitter ja durchaus [heterogene] Ansätze haben.</a>«<br />
Bei Twitter sind halt auch nur Menschen zugange. Wenn ihr mit deren Gedanken nicht klar kommt, entfolgt sie, straft sie mit Ignoranz, geigt ihnen die Meinung, was auch immer. Aber schließt nicht auf die Schlechtigkeit und Grausamkeit der Welt, wenn ihr euch in den falschen Vierteln rumtreibt. Das ist der gleiche Instinkt, mit dem auch CDU-Politikerinnen und -Politiker am liebsten das Internet abschalten wollen würden, weil wegen Pornos und Gewalt und Gottlosigkeit.<br />
Manchmal entstehen auf Twitter wunderbare Aphorismen und die will ich lesen. Also folge ich den Menschen, die ich verdächtige, solche schöngeistigen Ergüsse hervorbringen zu können. Ich folge nicht den Spammern, den Social-Media-Experten, jenen, die nur bei Twitter sind, um bestimmte Stichworte und Namen in die Trending Topics zu bringen und den kleingeistigen Alleskommentierern. Was ist daran so schwierig?<br />
P.S.: Aus der Sache selbst halte ich mich, wie auch bei Twitter, mangels Kenntnis und Involvierung raus. <a title="Sascha Lobo: Zur Loveparade in Duisburg" href="http://saschalobo.com/2010/07/25/zur-loveparade-in-duisburg/">Sascha Lobo hat dazu etwas geschrieben, das ich teile.</a></p>
<p>* Ich habe den entsprechenden Satz nach Lukas’ Hinweis in den Kommentaren umformuliert, weil zuvor ein in Anführungszeichen gesetzter Begriff als Zitat aufgefasst werden konnte. Das ist nicht der Fall. Da ich den Begriff selbst ziemlich ungeschickt fand, habe ich ihn nun komplett aus dem Satz entfernt. Tut mir leid, wenn es da zu Missverständnissen gekommen sein sollte.</p>
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		<title>David, Goliath, schwarz, weiß und der Rest vom Kuchen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 22:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Guardian]]></category>
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		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>

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		<description><![CDATA[The current battle for how the Internet will “monetize” news divides pretty cleanly between managers of established media properties and people who spend their working lives in the new-media business. Das schreibt Michael Wolff in einem sehr guten Portrait über Rupert Murdoch – und Recht hat er. Meine weitergehende Behauptung: die Schlacht spielt sich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The current battle for how the Internet will “monetize” news divides pretty cleanly between managers of established media properties and people who spend their working lives in the new-media business.</p></blockquote>
<p>Das schreibt Michael Wolff in einem sehr guten <a title="Vanity Fair: Michael Wolff on Rupert Murdoch" href="http://www.vanityfair.com/business/features/2009/11/michael-wolff-200911">Portrait über Rupert Murdoch</a> – und Recht hat er.<br />
Meine weitergehende Behauptung: die Schlacht spielt sich nicht nur zwischen jenen ab, die ihren Tag hauptsächlich im Netz verbringen, und den „Digital Naïves“, sondern auch zwischen den eher konservativen und den eher links–liberalen Medien und Verlagen. Paradebeispiele hierfür sind natürlich auf der einen Seite Murdoch und sein <a title="News Corporation" href="http://www.newscorp.com/">Medienimperium</a>, auf der anderen Seite der ebenfalls im Portrait genannte liberale <a title="Guardian" href="http://guardian.co.uk">Guardian</a>.<br />
Aber auch in Deutschland kann man diese Grenze, wenn auch nicht ganz so schwarz–weiß, sehen: Einerseits der Axel–Springer–Verlag, der Mitte August begonnen hat, seine <a title="iPhone-Ticker: BILD mit erstem kostenpflichtigen App: Mein Klub Premium" href="http://www.iphone-ticker.de/2009/08/14/bild-mit-erstem-kostenpflichtigen-app-mein-klub-premium/">iPhone–Applikationen kostenpflichtig</a> zu machen und den Nutzer alsbald möglich auch für seine Artikel bezahlen lassen möchte, andererseits „Die Zeit“, deren kürzlicher <a href="http://www.zeit.de/administratives/2009-09/relaunch">Online–Relaunch</a> von vielen Experten für seine Handreichung an die Leserschar gelobt wurde, weil er sich der Partizipation und der Diskussion auf Augenhöhe verschrieben hat.<br />
Wieviel von den ursprünglichen guten Vorsätzen einmal überbleiben wirde, ist mindestens fraglich – ebenso, ob der <abbr title="Axel–Springer–Verlag">ASV</abbr> wirklich bald eine Mauer um seinen Inhalt ziehen wird, oder ob es sich nicht nur bloß um die üblichen Spielchen handelt, um Möglichkeiten auszuloten. Aus wissenschaftlicher Sicht sind jeweils zwei (noch dazu recht arbiträre) Beispiele sicherlich verwerflich, aber wir sind ja hier nur eine Klowand des Internets*. Also: diese zwei unterschiedlichen Herangehensweisen sind die Extreme, wie man als Medienmensch mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umgehen kann. Repressiv–verweigernd oder kooperativ–aufgeschlossen. Konservativ oder liberal.<br />
Meine (nicht allzu gewagte) Prognose: Wenn die liberalen Medien den Mut und den entsprechenden Atem haben, den in diesen Tagen eingeschlagenen, durchaus unwegsamen Pfad weiterzugehen; die konservativen Medien aber blind Onkel Rupert in seine Bezahl-Sackgasse folgen, gehen die Ersteren als Sieger hervor.<br />
Sollten es die Murdoch–Anhänger dagegen schaffen, die Liberalen mit kurzfristigem Geldsegen in die dunkle Gasse zu locken, werden die Liberalen nichts mehr zu lachen haben, denn: die mit den schlechteren Argumenten schreien lauter und werden eher gehört. Das bekomm ich zwar leider nicht in meine Pfad/Sackgassen–Metapher gepresst, aber ihr, die intelligentesten LeserInnen der gesamten Welt, werdet es natürlich trotzdem verstehen.<br />
Fürs Fazit kommt trotzdem noch eine neue Metapher um die Ecke: Bezahlinhalt als vergifteter Apfel. Schön, nicht?</p>
<p>(<a title="Indiskretion Ehrensache" href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2226">via Indiskretion Ehrensache</a>)</p>
<p><strong>Nachtrag, 0:25 Uhr:</strong> Soeben <a title="Twitter: Simon Columbus’ Statusnachricht" href="http://twitter.com/simoncolumbus/status/4638922222">über Simon Columbus</a> auf ein Zitat von <a title="Website von Scott Monty" href="http://www.scottmonty.com/">Scott Monty</a> gestoßen, das dieser beim mir bisher unbekannten <a title="MIMA Summit" href="http://www.mimasummit.org/">MIMA Summit</a> gebracht hat und das den Bezahlinhalts–Unterstützer noch mal gut einen vor den Latz knallt. Seid stolz darauf, dass die Leute euch lesen und bestraft sie nicht dafür, dass ihr euch den Werbemarkt durch die Lappen habt gehen lassen: „If you love your content, set it free. If it loves you, it will come back. If not, hunt it down &amp; kill it.“</p>
<p><strong>Nachtrag, 11. Oktober:</strong> Wie zu erwarten, war meine Schwarz–Weiß–Malerei natürlich viel zu unausgereift. <a title="carta.info: Wolfgang Blau: “Der ideologische Widerstand, eigene Rollenbilder zu überdenken, ist groß.”" href="http://carta.info/16015/wolfgang-blau-zeit-online-journalismus-medienwandel/">Wolfgang Blau, Chefredakteur von „Zeit Online“, im Interview auf carta.info</a>: </p>
<blockquote><p><em>Was planen Sie noch in Sachen Paid Content?</em><br />
Nahe liegend sind natürlich iPhone-Apps, weil die Bezahlstruktur dahinter schon vorhanden ist. Wir haben da mehrere Projekte in der Pipeline.</p></blockquote>
<p>Ich fasse zusammen: „Zeit Online“ (die ich als positives Beispiel für eine liberale und auf Werbeerlösen ausgerichtete Seite angeführt hatte) will iPhone–Apps kostenpflichtig machen (wofür ich <abbr title="Axel–Springer–Verlag">ASV</abbr> gescholten hatte). Tja, Patrick, Thema verfehlt, 6, setzen.</p>
<p>* „Klowände des Internets“ stammt übrigens von Jean–Remy von Matt. Ja, der Jean–Remy von Matt, dessen Werbeagentur „Jung von Matt“ den Werbeslogan „BILD dir deine Meinung“ entwarf.</p>
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		<title>Asynchron</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/09/30/asynchron/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 01:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Feedreader]]></category>
		<category><![CDATA[NetNewsWire]]></category>
		<category><![CDATA[NewsGator]]></category>

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		<description><![CDATA[Was würdest du sagen, wenn du wie jeden Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holst, dich mit einer aufweckenden Tasse Kaffee an den Küchentisch setzt, die tägliche Lektüre in froher Erwartung aufschlägst – und mit Schrecken feststellen musst, dass sämtliche Artikel alleinig aus dem automatischen Hinweis bestehen, dass die Übertragung der Texte vom Rechner des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was würdest du sagen, wenn du wie jeden Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holst, dich mit einer aufweckenden Tasse Kaffee an den Küchentisch setzt, die tägliche Lektüre in froher Erwartung aufschlägst – und mit Schrecken feststellen musst, dass sämtliche Artikel alleinig aus dem automatischen Hinweis bestehen, dass die Übertragung der Texte vom Rechner des Redakteurs zur Druckerpresse eingestellt worden ist?<br />
Genau das ist mir heute passiert. Gut: Es war nicht Morgen, ich trank keinen Kaffee, ich saß nicht am Frühstückstisch und ich wollte auch keine Zeitung aufschlagen. Das Objekt, aus dem ich meine tägliche Dosis Information ziehe, ist mein Feedreader, <em>NetNewsWire</em>. Sein größter (aber bei weitem nicht einziger) Vorteil: Er kann synchronisieren. Das bedeutet: Ich kann auf meinen selbst zusammengestellten Mix aus Nachrichtenseiten, Blogs und sonstigem Blödsinn von überall zugreifen und muss keinen Text doppelt lesen, da <em>NetNewsWire</em> mit dem Abfragen nach neuen Inhalten auch gleichzeitig an einen Server des Herstellers <em>NewsGator</em> sendet, was ich schon gelesen habe.<br />
Datenschutzbedenken hin oder her: Das ist einfach ungemein praktisch, zumal es <em>NetNewsWire</em> auch für mobile Endgeräte gibt. Ich kann also auf dem Heimweg in der Bahn schnell die Feeds durchgehen, von denen sowieso nicht zu erwarten ist, dass ich jeden Artikel genau durchlesen werde (also vor allem Nachrichtenseiten) und habe dann, wenn ich zuhause den Rechner anmache, nur noch das übrig, was mich brennend interessiert und was ein konzentriertes Lesen auf einem Bildschirm vernünftiger Größe erfordert.</p>
<p>Die Probleme begannen, als die mobile <em>NetNewsWire</em>–App vor wenigen Tagen auf Version 2.0 gehoben wurde. Erfreut wollte ich sofort updaten, warf aber zufällig noch einen Blick auf die bisherigen Bewertungen. Fast durchgängig las ich dort vernichtende Kritiken. Von sehr aufdringlicher Werbung war da die Rede und davon, dass man sich im runderneuerten Design überhaupt nicht mehr zurecht finde. Am schockierendsten aber: Man könne jetzt nicht mehr direkt mit dem „richtigen“ <em>NetNewsWire</em> synchronisieren, sondern nur noch über einen Google–Reader–Account.<br />
„Na gut,“ dachte ich, „da will wohl jemand seine bisher begeisterte Kundschaft vergraulen. Aber nicht mit mir. Bleibt meine Version halt bei der 1 vor dem Punkt, ich bin ja sehr zufrieden mit dem Programm.“<br />
Aber <em>NewsGator</em> hatte noch nicht genug: Ich wollte vorhin schon ins Bett gehen und hatte bereits begonnen, geöffnete Programme zu beenden, klickte dann aber noch einmal auf den Aktualisierungs-Knopf in <em>NetNewsWire</em>, weil ich wissen wollte, ob es etwas Neues vom <a title="Tagesschau.de: Tsunami trifft Samoa" href="http://www.tagesschau.de/ausland/seebeben106.html">Seebeben im Südwestpazifik</a> gäbe.<br />
Dann der Schock: Statt der üblichen Artikel tauchten überall dort, wo es eigentlich neuen Inhalt gab, nur kurze Mitteilungen von <em>NewsGator</em> auf, die mich darüber aufklärten, dass NewsGator sein Synchronisierungsangebot eingestellt habe. Das wurde vorher nicht mitgeteilt; es werden im Text (und auch <a href="http://www.newsgator.com/productinfo/producttransition.aspx">auf der verlinkten Seite</a>) keine Gründe genannt. Einfach nur: So, Leute, hier ist Schluss mit lustig. Schafft euch ’n Google–Reader–Konto an oder ätschibätsch.<br />
Was ich der Geschichte positives abgewinnen konnte: Wegen der Uhrzeit waren nur etwa zehn neue Elemente im Feedreader aufgetaucht, ich konnte also recht einfach direkt die entsprechenden Seiten ansteuern und mir die nicht im Feedreader angekommenen Artikel selbst raussuchen.<br />
<del datetime="2009-09-30T00:15:59+00:00">Durch beherztes Eingreifen konnten die Einsatzkräfte Schlimmeres verhindern</del> Da ich geistesgegenwärtig direkt in den Einstellungen die Synchronisierung stoppte, kamen die Feeds dann bei der nächsten Aktualisierung wieder „normal“ rein, denn als „herkömmlicher“, nicht synchronisierender Feedreader funktioniert <em>NetNewsWire</em> zum Glück. Noch. Wenn <em>NewsGator</em> diese Vergraulungsstrategie weitertreibt, würde es mich nicht wundern, wenn bald ein kostenpflichtes Zwangsupdate um die Ecke kommt, bei dem 50 % der Fläche mit Werbung zugedeckt sind und bei dem man nur noch Feeds abonnieren kann, die von <em>NewsGator</em> selbst zur Verfügung gestellt werden.<br />
Ihr merkt: Ich bin augenblicklich echt frustriert, dass mir dieses tolle Programm mit dem noch tolleren Alleinstellungsmerkmal „kostenlose Synchronisation unabhängig von Google“ weggenommen wurde. Ich will meine Zeitung auch zukünftig in der Bahn lesen, ohne dass ich gezwungen bin, mir den gleichen Inhalt zuhause noch einmal durchzulesen. Das kann doch nun echt nicht zu viel verlangt sein.</p>
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		<title>Das Referrer-Problem</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/09/02/das-referrer-problem/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 01:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Browser]]></category>
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		<category><![CDATA[Instant Messenger]]></category>
		<category><![CDATA[Referrer]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, was ein Referrer ist. Für alle anderen wurde der Hypertext erfunden, der den Strich unter dem euch unbekannten Begriff mit Sinn füllt. Ich möchte außerdem schon vorauseilend auf den mittelbar anschließenden Überschuss an Technik-(Schein-)Anglizismen hinweisen. So, jetzt gehts los. Noch kein Problem ist: Klicke ich mich von einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, was ein <a title="Wikipedia: Referrer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Referrer">Referrer</a> ist. Für alle anderen wurde der Hypertext erfunden, der den Strich unter dem euch unbekannten Begriff mit Sinn füllt. Ich möchte außerdem schon vorauseilend auf den mittelbar anschließenden Überschuss an Technik-(Schein-)Anglizismen hinweisen. So, jetzt gehts los.<br />
Noch kein Problem ist: Klicke ich mich von einer Seite zur nächsten, kann ich immer den Zurück-Button betätigen, um nachzuschauen, wie ich denn überhaupt zu der aktuellen Seite geraten bin.<br />
Ein kleines, aber leicht lösbares Problem ist: Mit der Erfindung von Tabs (bzw. streng genommen ja auch schon mit mehreren geöffneten Browserfenstern – ja, so etwas gab es früher mal, Kinder) wurde es schwieriger, die Ursprungsseite nachzuvollziehen, von der man auf die augenblickliche geraten ist – sofern man es nicht noch aus dem Kopf weiß. Um dieses Problems Herr zu werden, gibt es das schöne Firefox-Plugin <a title="mozilla.org: Tab Mix Plus" href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1122">TabMix Plus</a>, bei dem man einerseits neue Tabs grundsätzlich direkt neben dem Ursprungstab öffnen und andererseits die Reiter auch in der gleichen Farbe wie den Reiter des Ursprungstabs anzeigen lassen kann. Das hört sich kompliziert an – aber ihr solltet es (sofern ihr es nicht schon habt und sofern ihr gegen augenkrebserzeugende Farbkombinationen zumindest theoretisch immun seid) einfach mal ausprobieren, wenn ihr regelmäßig mit vielen Tabs hantiert. Mir zumindest hat Tab Mix Plus schon viel Rätselraten erspart.<br />
Ein wirkliches Problem ist (abgesehen davon, dass ich zum täglichen Surfen eher Safari einsetze, für den es nichts <abbr title="Tab Mix Plus">TMP</abbr>-artiges gibt): Selbst Tab Mix Plus versagt, wenn ein neuer Tab gar nicht durch einen Link im Browser geöffnet wurde, sondern vom (nicht browserbasierten) Feedreader, Instant Messenger, Twitter-Client, Sonsteinlustigeswortdasniemandversteht. Wenn man dann den Link nicht sofort konsumiert, sondern erst einmal beispielsweise weiter durch die Twitter-Timeline scrollt und möglichst noch zehn, 20 weitere Tabs im Hintergrund öffnet, steht man vor dem Referrer-Problem:<br />
Man sieht eine Seite und denkt: „Wie bin bloß ich hierher gekommen?“ Das kann manchmal völlig egal sein: Der Inhalt ist interessant; man liest den Text/ schaut sich das Video an/ lacht über das Bild – und kümmert sich nicht darum, wer diese Seite verbreitungswürdig fand. Ich habe aber oft genug auch die Situation, dass es für das Verstehen eines Inhalts elementar ist, den Verweiser zu kennen, also zu wissen, wer mich auf diese Seite geschickt hat. Gerade bei Twitter weiß man ja – dank der URL-Shortening-Services – selten ganz genau, was sich hinter einem Link verbirgt.<br />
Jetzt hab ich ja von Technik auch nicht so viel Ahnung, aber ist es denn wirklich unmöglich, systemweite Referrer einzuführen? Wie angenehm wäre es, beim Klick auf die Zurück-Taste im Browser automatisch beim verweisenden Tweet in meinem Twitter-Client zu landen? Oder aber zum Beispiel in der Titel- oder Statuszeile den verweisenden Tweet oder zumindest den zum Tweet gehörigen Twitterer anzuzeigen? Irgendwo wird schon Platz dafür sein. Und wenn nicht, dann muss ihn halt jemand schaffen. Einem solch wichtigen Anliegen muss entsprechender, großzügiger Raum zugestanden werden.<br />
Ihr Entwickler der Welt, ihr Entwickler in Berlin, in London, in Mountain View, in Cupertino: Schaut auf dieses Problem.</p>
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		</item>
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		<title>Was Nazi-Bücher auf Amazon mit den Netzsperren zu tun haben könnten</title>
		<link>http://blog.mainp.de/2009/08/01/was-nazi-bucher-auf-amazon-mit-den-netzsperren-zu-tun-haben-konnten/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 21:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Nazi]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangserschwerungsgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie das ZEIT-Blog Störungsmelder berichtet, habe Amazon „[n]ach zahlreichen Protesten […] jetzt die Bücher des NPD-Verlages ‚Deutsche Stimme‘ aus dem Programm genommen. Zudem wurde in die offiziellen Verkaufskriterien der Hinweis aufgenommen, dass ‚Artikel, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen‘ nicht verkauft werden dürfen.“ Das hört sich gut an. Es kann ja auch wirklich nicht sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie das ZEIT-Blog <a title="Störungsmelder: Amazon jetzt ohne NPD - aber weiterhin mit antisemitischer Propaganda und Rechtsrock" href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/07/31/amazon-jetzt-ohne-npd-aber-weiterhin-mit-antisemitischer-propaganda-und-rechtsrock_1243">Störungsmelder</a> berichtet, habe Amazon</p>
<blockquote><p>„[n]ach zahlreichen Protesten […] jetzt die Bücher des NPD-Verlages ‚Deutsche Stimme‘ aus dem Programm genommen. Zudem wurde in die offiziellen Verkaufskriterien der Hinweis aufgenommen, dass ‚Artikel, die den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen‘ nicht verkauft werden dürfen.“</p>
</blockquote>
<p>Das hört sich gut an. Es kann ja auch wirklich nicht sein, dass Amazon mit Nazi-Sachen Geld verdient bzw. überhaupt einen Markt dafür aufbaut. Auf der anderen Seite hat mich folgendes Zitat der Amazon-Pressesprecherin Christine Höger zum Nachdenken gebracht: <cite>„Amazon ist ein Händler, keine Regulierungsinstitution.“</cite><br />
Schauen wir uns doch mal an, was Amazon jetzt gemacht hat: Produkte (widerwärtige zwar, aber doch Produkte), für die es offenbar eine Nachfrage gab, nach einigem Sträuben aus dem eigenen Angebot entfernt. Was Amazon nicht gemacht hat: Sich darum gekümmert, dass die Produkte vernichtet werden. Einzig der Zugang ist erschwert worden, weil er nicht mehr über einen großen Versandhändler stattfindet.<br />
Na, kommt euch das irgendwie bekannt vor? Mir jedenfalls sind viele Parallelen zum „<a title="Wikipedia: Zugangserschwerungsgesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen</a>“ aufgefallen.</p>
<p>Sicher: Der Vergleich ist auf weichem Grund gebaut und einiges spricht gegen ihn. Um nur ein Beispiel zu nennen: Amazon ist ein Händler, der selbstverständlich selbst entscheiden darf, was er anbietet.<br />
Aber wie ist es denn nun? Muss man als Mensch, der gegen Zensur ist, auch dagegen sein, dass Amazon rechtsradikale Produkte nicht anbietet? Ich kann Amazons Schritt und die Argumente der Menschen, die sich für das Entfernen dieser Inhalte einsetzen, sehr gut verstehen. Ich will nicht, dass man Nazi-Sachen bei Amazon kaufen kann. Andererseits: Warum dürfen solche Sachen überhaupt verlegt werden? Da sie ja offensichtlich verlegt werden dürfen, scheinen sie ja nicht verfassungsfeindlich im juristischen Sinne zu sein. Also müsste ein Buchhändler, dessen Hauptmaxime die Gewinnmaximierung ist, doch auch die Berechtigung haben, nicht verbotene, aber moralisch zweifelhafte Produkte zu verkaufen. Besteht nicht hier die gleiche Gefahr wie beim Zugangserschwerungsgesetz, dass jetzt ein erster Schritt getan ist und nun immer mehr Menschen und Gruppen auf Amazon zukommen mit immer mehr Begehrlichkeiten?<br />
Es ist alles so schwierig und wahrscheinlich verstehe ich auch einfach irgendeinen Aspekt der ganzen Angelegenheit völlig falsch. Bitte klärt mich auf und helft mir bei der Meinungsbildung.</p>
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		<title>Gespräch zwischen zwei silbernen Nicht-Surferinnen und einer nichtsilbernen Surferin</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 16:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht-Surfer]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Surfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei ältere Damen Mitte 80 sitzen gemeinsam mit einer etwas jüngeren Dame, Mitte 20, nach dem Mittagessen am Tisch. Nach einem etwas abgekürzten Gespräch über unehrliche Politiker (abgekürzt, da lediglich nach Erwähnung der Politiker festgestellt wurde, dass diese alle unehrlich seien und das Thema damit beendet war) geht es nun um dieses Internet, von dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwei ältere Damen Mitte 80 sitzen gemeinsam mit einer etwas jüngeren Dame, Mitte 20, nach dem Mittagessen am Tisch. Nach einem etwas abgekürzten Gespräch über unehrliche Politiker (abgekürzt, da lediglich nach Erwähnung der Politiker festgestellt wurde, dass diese alle unehrlich seien und das Thema damit beendet war) geht es nun um dieses Internet, von dem die beiden Damen gehört haben.</em></p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1:</strong> Also das ist unglaublich, was heute alles mit Computer gemacht wird.</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Ja, aber es ist ja auch praktisch. Und ohne Computer ist es ja auch unkomplizierter geworden. Ohne Computer könnte man heute gar nicht mehr an der Uni überleben.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1: </strong>Ach, ach ja?</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 2:</strong> Schneller geht es. Schneller.</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Ja, die Professoren schreiben Emails und man meldet sich auch bei Veranstaltungen über das Internet an.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1:</strong> Ja, wirklich? Nein, also das… <em>(vor sich hin)</em> Emils&#8230;</p>
<div><strong>Silberne Nicht-Surferin 2:</strong> Jaja, mein Enkel will mir ja auch immer den Computer zeigen. Nein, nein!<em></em></div>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Ja, aber die junge Generation wächst ja auch in den Umgang mit der Technik rein.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 2:</strong> Ach, ich kann ja auch noch Schreibmaschine schreiben. Da müssten wir uns mal 2-3 Jahre hinsetzen, können wir das mit Computer auch.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1</strong> <em>(lacht)</em>: Jaja, aber das will ich auch gar nicht. <em>(zur nichtsilbernen Surferin)</em> Und wenn wir dann irgendwann mal unsere Deutschlandtour machen, mit dem Zug, da kannst du das ja auch über Emil gucken.</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Meinst du Email?</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1:</strong> Jaja! Dieses Emil! Das kann man doch gucken, im Computer.</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Im Internet gucken meinst du?</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1:</strong> Jaja genau, das Emil.</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin: </strong>Ja, natürlich, da kann man auch Hotels buchen im Internet.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1: </strong>Was, ach wirklich? <em>(vor sich hin) </em>Nein nein nein…</p>
<p><strong>Nichtsilberne Surferin:</strong> Man kann sich sogar angucken, was andere Leute über das Hotel denken, was man buchen will. Da gibt es Seiten, da können Leute die Hotels bewerten und sagen, was sie gut fanden und was nicht so gut war.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1: </strong><em>(beinahe empört) </em>Also bitte! Also das… Also nein! <em>(resignierend) </em>Ach, ach ja!</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 2:</strong> <em>(bekräftigend) </em>Jaja, das kann man heute alles mit dem Internet machen.</p>
<p><strong>Silberne Nicht-Surferin 1:</strong> <em>(zur nichtsilbernen Surferin)</em> Wo guckt man eigentlich das Internet? Im Fernsehen?</p>
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		<title>Guten Tag, guten Tag, ich will mein MainPlog zurück</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 14:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Relaunch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, ihr bekommt euer MainPlog zurück und zwar genau (roten Button hervorkramen und so theatralisch wie symbolisch draufhauen) jetzt. Dass alles neu aussieht, könnt ihr ja selbst sehen; dass auch sonst alles neu wird, schreib ich hier, damit ihr es lesen könnt. Kürzlich feierte das MainPlog in aller Stille 1000. Geburtstag (Tage, that is) – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ihr bekommt euer MainPlog zurück und zwar genau (roten Button hervorkramen und so theatralisch wie symbolisch draufhauen) jetzt. Dass alles neu aussieht, könnt ihr ja selbst sehen; dass auch sonst alles neu wird, schreib ich hier, damit ihr es lesen könnt.<br />
Kürzlich feierte das MainPlog in aller Stille 1000. Geburtstag (Tage, that is) – Zeit also, erstmal ein wenig zurückzuschauen, bevor wir steil in Richtung Zukunft aufbrechen.<span id="more-1378"></span><br />
Fast drei Monate haben wir pausiert, was sich lange anhören mag. Allerdings relativiert sich die Zeit bei insgesamt fast drei Jahren MainPlog’scher Existenz, in der es immer mal wieder längere Pausen gab – der Unterschied allerdings war stets, dass die Pausen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Tendenziell zumindest, denn das MainPlog war ganz zu Beginn – so will es die Legende – kein Blog, sondern eine Funpic-Seite, auf der der Chef seinen Klassenkameraden zeigen wollte, wie das mit dem Internet geht. Ja, das darf man ruhig auch mal wiederholen: Internettricks auf einer Funpic-Seite. Na, nun hört aber auf, arrogant von oben herab zu schauen; ich wette um ein verschimmeltes Leberwurstbrot, dass ihr auch mal jung wart.<br />
Es begab sich aber zu jener Zeit, dass der Chef begann sich für Musik im Netz zu interessieren, was ganz gut passte, weil die Musik auch begann, sich für das Netz zu interessieren. Es trafen sich also zwei, die zusammengehören und bildeten auf einer Funpic-Seite eine unzertrennliche Melange. (Dass Links zu Gratismusik (und manchmal noch ein paar lustige Chat-Zitate) dann doch nicht die Krone der multimedialen Schöpfung sein würden, konnte der Chef damals ja noch nicht ahnen. Manche behaupten gar, er würde es immer noch nicht ahnen.)<br />
Da der Chef auf jeden Zug aufspringt, der sich durch diese Röhren namens „teh Internetz“ schlängelt, machte es ihm auch nichts aus, dass der Zug namens „Blog“ schon längst Höchstgeschwindigkeit erreicht hatte, als er endlich aufsprang. WordPress hieß seine zwar nicht erste, aber fürderhin einzige Liebe. Die erste war natürlich selbstgebaut und hat grandios nicht funktioniert. Die Historiker sind sich in die Abfolge der anschließenden Ereignisse nicht ganz einig, weshalb auf genaue Chronologie an dieser Stelle nicht gezählt werden kann. Einige (namentlich der Chef) behaupten, dass nun die Besucher angeströmt kamen und daraufhin die Mitschreiber Schlange standen, andere (namentlich der nämliche Schreiber dieses Textes) schieben die Schuld an den Besucherströmen eher den Texten des vorübergehend dieses Blog beehrenden <a href="http://blog.mainp.de/author/dear+diary/">Dear Diary</a> sowie denen des <a href="http://blog.mainp.de/author/patrick">nämlichen Schreibers</a> und darüber hinaus auch der Registrierung einer „echten“ Domain in die virtuellen Schuhe. Apropos nämlicher Schreiber: Über diesen soll dank seiner bekannt bewundernden Art seinem Selbst gegenüber noch der Halbsatz verloren werden, dass er zwar erst seit etwas über einem Jahr offiziell dabei ist, allerdings seine alten Sachen einfach mal wiederverwertet hat, weshalb unter seinem Namen auch Beiträge von über zwei Jahren Alter hier zu finden sind.</p>
<p>Damit sind wir auch schon in der Gegenwart angekommen. Man kann zwar nicht behaupten, dass wir tatsächlich die gesamten drei Monate ununterbrochen in einem dunklen Kämmerlein gehockt und uns geschworen hätten, erst wieder heraus zu kommen, wenn neues Design und Konzept stehen, aber wir sind nun immerhin soweit, dass ich – bei nur marginaler Übertreibung – behaupten kann, wir hätten mehr Artikel in der Pipeline als die Saudis Öl. Unsere Vergleiche übrigens werden – q.e.d. – auch immer besser.<br />
Wer bisher zu faul war, sich den <a title="RSS-Feed des MainPlogs" href="http://feeds.feedburner.com/MainPlog">RSS-Feed</a> zu abonnieren: Speziell für dich haben wir ganz neu auch einen <a title="Twitter-Account des MainPlogs" href="http://twitter.com/MainPlog">Twitter-Account</a> aufgesetzt, dem du folgen kannst, um über neue Beiträge informiert zu werden. Jetzt hast du keine Ausrede mehr, wenn als Aufgabe in der nächsten Klassenarbeit folgender Satz in Comic Sans dahin geschmiert steht: „Analysiere den den neuesten MainPlog-Beitrag!“ Was machst du da, wenn du den neuesten MainPlog-Beitrag gar nicht gelesen hast, he? Also, schnell bei Twitter folgen und auf der sicheren Seite sein.<br />
Weitere, weit wichtigere und daher für den Schluss aufbewahrte Neuerung: Zuwachs. Die wunderbare Rike wird euch ab jetzt mit ihrer Anwesenheit begeistern (und uns einen ungeahnten Qualitäts- und Sympathieschub verpassen). Ihr dürft (und solltet) gespannt sein.</p>
<p>Und nun, ihr zwei oder drei Übriggebliebenen: Begrüßt das neue MainPlog mit der gebührenden Freundlichkeit und bereitet auch der Rike einen frenetischen Empfang.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie die Zeitungen durch die dumme Jugend sterben – oder andersrum</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 03:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil in den Vereinigten Staaten grad die Zeitungsbranche ein bisschen vor sich hinkriselt und auch auch ein paar Hochglanzmagazine in Deutschland schon über die Spree gegangen sind, hält das Allensbach-Institut es für nötig, sich über den Zustand der hiesigen Zeitungen besorgt zu zeigen und dafür als Schuldigen die Jugend auszumachen. FTD.de schreibt: Nach Erhebungen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil in den Vereinigten Staaten grad die Zeitungsbranche ein bisschen vor sich hinkriselt und auch auch ein paar Hochglanzmagazine in Deutschland schon über die Spree gegangen sind, hält das Allensbach-Institut es für nötig, sich über den Zustand der hiesigen Zeitungen besorgt zu zeigen und dafür als Schuldigen die Jugend auszumachen. <a title="FTD.de: Allensbach besorgt um Tageszeitungen" href="http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Internetboom-Allensbach-besorgt-um-Tageszeitungen/491149.html">FTD.de schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Nach Erhebungen des Instituts für Demoskopie haben sich 1980 noch 72,3 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen täglich über die Tageszeitung informiert. 2008 seien es nur noch 41,1 Prozent gewesen[. …]<br />
Das Internet führe zu einer &#8220;Zeitenwende im Umgang mit Informationen&#8221;, betonte [Allensbach-Chefin] Köcher. Entscheidend sei hierbei weniger die steigende Häufigkeit in der Nutzung des Internets, sondern die generelle Veränderung der Mediennutzung: &#8220;Das Internet verändert die Nutzung aller anderen Medien.&#8221; Der typische Internet-Nutzer neige dazu, ein Medium nur noch zu nutzen, wenn er ein gezieltes Informationsbedürfnis habe.<br />
Das Internet werde dabei genutzt wie ein &#8220;Informationsvorratsschrank&#8221;, der rund um die Uhr zur Verfügung stehe, sagte die Allensbach-Chefin. Daraus resultiere ein sinkendes Bedürfnis, sich regelmäßig &#8220;auf dem Laufenden&#8221; zu halten, und entsprechend eine sporadischere Nutzung aller anderen Medien: &#8220;Bei den Jüngeren haben sich viele davon verabschiedet, sich täglich zu informieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun bin ich kein Meinungsinstitut und habe deshalb keinen Überblick über die Jüngeren, aber das kompensiere ich locker mit einer übersteigerten Selbstwahrnehmung. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass ich überdurchschnittlich viele Medien konsumiere, aber unterschiedliche Mediennutzung gibt es schon seit Beginn der Medien, deshalb habe ich mir mal das unverschämte Recht rausgenommen, ein paar Gedanken über den Informationsvorratsschrank und seinen so sehr anders genutzten analogen Vorläufer aufzuschreiben:</p>
<h2>Keine Träne um des Weinens willen</h2>
<p>Wenn die Zeitungen nicht weiter an Leserschaft verlieren wollen, müssen sie dem Internet etwas entgegen setzen, das es selbst nur in eingeschränktem Maße zu leisten im Stande ist: Hintergründe, Analysen, Meinungen. Ruhe ausstrahlen, Orientierung bieten. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Was kommt aber stattdessen? Geplärre über die bösen LeserInnen, die scheinbar grundlos keine LeserInnen mehr sein wollen; austauschbare, ohne Liebe zusammengesteckte Agenturinhalte, die von den LeserInnen nur im besten Fall noch eine rudimentäre Lesefähigkeit verlangen, weil nichtssagende Bilder zumindest den Platz besetzen, der mit mehr nichtssagendem Text auch nicht besser gefüllt wäre; Imitation der schlechten Seiten des Netzes, weil man denkt, dass LeserInnen in einer Zeitung genau das Suchen, was auch im Netz viele Klicks bringt, dabei aber in Brandtexten das Netz mit genau diesen schlechten Eigenschaften gleichsetzen – oder wie der stets die richtigen Worte findende <a title="Stefan Niggemeier: Der Kulturkampf gegen das Web 2.0" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kulturkampf-gegen-das-web-20/">Stefan Niggemeier vor ein paar Tagen schrieb</a>:</p>
<blockquote><p>Journalisten nutzen das Internet, um die berechtigte Kritik an ihrem eigenen Vorgehen systematisch auf die Amateur-Publizisten zu projizieren. Womöglich hat das nicht nur eine strategische, sondern auch eine psychologische Komponente und hilft irgendwie, den unterschwelligen Selbsthass zu kompensieren.</p></blockquote>
<p>Ja, das Zitat bezog sich auf Journalisten-Texte, die im Internet veröffentlicht wurden – genau wie der Stammlesern wohlbekannte Satz <cite>Sie begehen Selbstmord aus Angst vor dem Tode</cite> aus dem 2007 veröffentlichten <a title="Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet; wie das Web den Journalismus verändert" href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/04417inf.html">Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung</a>, aber ich denke, die Aussagen lassen sich auch auf gedruckte Texte zum Thema übertragen. Bevor jemand einwendet, ich scherte hier alle Zeitungen (bzw. ihre Journalisten) über einen Kamm: Stimmt, und das ist wahrlich eine unzulässige Verallgemeinerung.<br />
Aber: Ich verlange kein Geld von euch dafür, dass ihr euch unzulässige Verallgemeinerungen durchlest und beschwer mich auch nicht, dass mir die Zeitungen meine LeserInnen wegschnappen. Ich bin ein Amateur, der es nicht mit einem Journalisten aufnehmen kann. Ich muss es aber auch nicht. Journalisten dagegen müssen es mit mir aufnehmen, sie müssen auf jeden Fall besser sein als ich, denn sonst haben sie kein Existenzrecht und dürfen sich nicht wundern, dass die LeserInnen sich den Stuss lieber für ömme antun.</p>
<p>Ich wohne am Niederrhein, der – wie man so hört – in der mittlerweile fast schon elitär zu nennenden Situation ist, mit <a href="http://wz-newsline.de"><em>Westdeutscher Zeitung</em></a> und <a href="http://rp-online.de"><em>Rheinischer Post</em></a> zwei Tageszeitungen zu haben. Natürlich sollte ich froh sein, dass es (noch) kein Informationsmonopol oder gar überhaupt keine täglich gedruckten Informationen gibt, aber wenn ich <em>WZ</em> und <em>RP</em> mal durchblättere, bin ich mir nicht sicher, ob die Abwesenheit der Blätter einen so herben Verlust darstellte. Der Mantelteil ist in beiden Zeitungen (wie wahrscheinlich überall) zum Großteil aus Agenturmeldungen zusammengestrickt, die ich tausendfach auch im Internet zugeschmissen bekomme; bei der <em>WZ</em> gibt es neben den Artikeln häufig noch belanglose Zwei-Satz-Kommentare der Redakteure, denen man ihre Lustlosigkeit und fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema anmerkt. Brauch ich nicht. Die Gedanken, die da teilweise zu Papier gebracht werden, spül ich morgens die Kloschüssel runter. Die Medienseite der <em>WZ</em> wurde schon vor längerer Zeit fast gänzlich abgeschafft, neben dem Fernsehprogramm des Tages findet sich hier nur noch ein TV-Tipp. Früher hab ich jeden Morgen gierig die Quoten des Vorvortages verschlungen, aber die hielten die Verantwortlichen bei der <em>WZ</em> wohl für verzichtbar. Seitdem hab ich Medienmagazine im Web entdeckt, von deren Existenz ich bis dahin nicht einmal geahnt hatte und die täglich Themen für mich bereit halten, mit denen die <em>WZ</em>-Medienseite wochenlang gefüllt werden könnte.<br />
Ein Medienmagazin wie <a title="Medienmagazin DWDL" href="http://dwdl.de"><em>DWDL</em></a> widerlegt übrigens auch die gelegentlich geäußerte Unterstellung, Qualität könne nicht von „Laien“ angeboten werden; dass dafür die etablierten Medien benötigt würden. Ich möchte mit dem Begriff „Laien“ nicht die Leistung von <em>DWDL</em> herabwürdigen, sondern nur ausdrücken, dass die Seite <a title="DWDL-Blog: Wie alles begann: Die DWDL.de-Story (1)" href="http://www.dwdl.de/features/blog/dasletzte/eintrag_19665.html">quasi als Hobbyprojekt von medienbegeisterten Heranwachsenden gestartet ist</a>.<br />
Wenn Bedarf seitens der Konsumenten vorhanden ist und genügend Motivation auf der Seite der Macher, kann jedes Projekt auch – und durch die geringeren Startkosten grade – im Internet professionell werden.</p>
<p>Ohne Frage lese auch ich – wie wahrscheinlich jeder Mensch – längere Texte lieber gedruckt als auf einem Bildschirm, aber von den lokalen Tageszeitungen kann und sollte ich die nicht erwarten. Dafür sind die Überregionalen da: <em>FAZ</em>, <em>Süddeutsche</em> und dergleichen. Welche Daseinsberechtigung haben lokale Tageszeitungen also noch? Logische Antwort: Der Lokalteil informiert die Menschen vor Ort als einziger umfassend über das, was vor Ort geschieht. Wirklich?<br />
Seitdem die Website meiner Stadt einen RSS-Feed anbietet, habe ich ihn abonniert. Dort werden täglich Pressemeldungen veröffentlicht, die auch – logisch – an die Presse rausgehen. Für einen Journalisten wäre es nun – so sollte man annehmen – erste Aufgabe, sich des Themas anzunehmen, andere Meinungen einzuholen, Hintergrundinformationen zu sammeln. Natürlich ist das nicht bei jeder geänderten Öffnungszeit des Stadtteilbüros möglich und nötig – aber ich erwarte schon, dass ich in der Zeitung morgens andere Sätze lese als im RSS-Feed am Tag zuvor; zumindest aber ein von Fehlern befreiter Wortlaut der Pressemitteilung. Beides ist <em>WZ</em> und <em>RP</em> in vielen, vielen Einzelfällen nicht gelungen: Wenn ein Wort in der Pressemitteilung fehlt oder ein Name falsch geschrieben ist, dann kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich das so auch auf Papier wiederfinden lässt.<br />
Wenn also doch nur vielfach die unkorrigierten Pressemitteilungen so angeordnet werden, dass am Ende möglichst wenig unbedruckte Fläche übrig bleibt: Welchen Vorteil hat ein Lokalteil gegenüber dem RSS-Feed der Stadt?</p>
<p>Ein starkes Argument, das für Regionalzeitungen spricht: Es haben längst noch nicht alle Menschen Internet; grade Ältere würde ohne Zweifel der Zugang zu Informationen abgeschnitten. Die Frage muss aber erlaubt sein: Soll ich nur deshalb weiter Zeitung lesen, weil ich nicht möchte, dass Ommaken ohne Zeitung dasteht? Das kann es nicht sein.<br />
Wie <a title="Netzökonom: Der digitale Graben liegt bei 50 Jahren" href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/03/02/fuer-junge-menschen-ist-handy-wichtiger-als-der-partner-_28002300_cebit-_2300_webciety_2900_.aspx">Netzökonom Holger Schmidt schreibt</a>, hat der <a title="Jeder Zweite findet Leben ohne Internet undenkbar" href="http://bitkom.org/de/presse/8477_57983.aspx">Branchenverband Bitkom festgestellt</a>, dass der „digitale Graben“ bei 50 Jahren liegt. Warum finden sich die Lokal- und Regionalzeitungen (aber auch Meinungsforschungsinstitute wie Allensbach) nicht damit ab, dass dieser „digitale Graben“ existiert? Was spricht angesichts der fehlenden Argumente für die Jüngeren aus Sicht der Zeitungen dagegen, den hoffnungslosen Kampf gegen das Internet aufzugeben und stattdessen eine Konzentration auf ihre (nicht gewollte, aber nun einmal existente) Zielgruppe zu legen?<br />
Ja, sicher, diese momentane Zielgruppe stirbt irgendwann aus, dann hätten die Zeitungen überhaupt keine Kundschaft mehr. Aber dieses Finale steht den meisten Zeitungen sowieso bevor, die nicht – wie oben beschrieben – einen anderen Markt abdecken als das Internet es könnte. Außerdem: Wer sagt denn, dass nicht auch die Jungen irgendwann mal älter werden und kurze, belanglose, austauschbare Texte wieder gedruckt lesen wollen?</p>
<h2>Der Feedreader als Zeitung</h2>
<p>Nun habe ich schon häufig das Argument gelesen, dass im Internet einfach zu viele Informationen bereitgestellt würden und ein einzelner Mensch das gar nicht alles verarbeiten könnte. Die Sache ist nur: Mein Feedreader ist die beste Zeitung, die ich je gelesen habe. Ich bin dank meines Feedreaders informierter als je zuvor und als ich ohne Feedreader je in meinem Leben sein könnte. Er bietet mir aufbereitet alle Informationen an, die ich haben möchte, aber eben nicht nur die, sondern auch vieles, von dem ich nie gedacht hätte, dass es mich interessiert, aber das mich dann beim Überschriftenüberflug innehalten lässt. Wenn mich dann noch die ersten zwei, drei Sätze packen, dann interessiert mich doch gar nicht, ob mich das Thema selbst interessiert – ich lese einfach gern gut geschriebene Stücke, die ich in einem ordentlich sortierten Feedreader aber ungleich besser finde als in zehn gekauften Zeitungen. Die würden nämlich tatsächlich für eine Informationsflut sorgen, der ich nicht mehr Herr werden könnte. Frau Köcher (die Dame vom Beginn, die Älteren erinnern sich vielleicht noch) hat also einfach nicht recht:<br />
Ich nutze das Medium nicht annähernd nur noch, wenn ich ein gezieltes Informationsbedürfnis habe. Im Gegenteil sind mein Feedreader und die darin auftauchenden weiterführenden Links meine liebste und meistgenutzte Prokrastinationsquelle.<br />
Ich nutze das Internet des Weiteren nicht wie einen „Informationsvorratsschrank“, der rund um die Uhr zur Verfügung steht. Daraus resultiert bei mir kein sinkendes Bedürfnis, mich regelmäßig „auf dem Laufenden“ zu halten und wirklich täglich informiere ich mich bewusst erst, seit ich einen Feedreader habe.<br />
Bei zwei Punkten hat sie allerdings Recht: Ich nutze alle anderen Medien sporadischer. Ich weiß aber nicht, was daran grundsätzlich schlecht sein soll, denn andererseits nutze ich andere Medien so viel wie nie zuvor. Wie? Nun, Frau Köcher übersieht wohl, dass das Internet alle anderen Medien in sich vereint: Für das WDR-ZeitZeichen muss ich kein Radio mit in die Uni nehmen, damit ich pünktlich um 9 Uhr dabei bin. Ich kann es mir stattdessen einfach <a title="wdr5.de: ZeitZeichen" href="http://www.wdr5.de/sendungen/zeitzeichen.html">immer anhören</a>. Für die Tagesschau muss ich ebenfalls nicht um 20 Uhr vor dem Fernseher hocken: Ich kann mir sie noch <a title="tagesschau.de: Videoübersicht" href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/index.html">mitten in der Nacht anschauen oder auch noch Jahre später</a>. Und schließlich die tagesaktuellen Informationen, die ich sonst nicht mehr ganz so tagesaktuell in der Zeitung las. Hab ich Medien vergessen? Oh, Spielekonsolen. Tja, die fass ich tatsächlich nicht mehr an. Ein herber Verlust für eine vielfältige Medienlandschaft. Jetzt weiß ich, worum sich Frau Köhler sorgt.<br />
Der zweite Punkt, mit dem sie Recht hat: Das Internet führt zu einer „Zeitenwende im Umgang mit Informationen“. Stimmt ohne Zweifel. Sie müsste mir jetzt nur noch erklären, was daran besorgniserregend sein soll. Ist es nicht stattdessen die Erfüllung eines Traumes der Menschheit, sich selbst – häufig aus erster Quelle – über Ereignisse zu informieren und nicht auf die wahrheitsgetreue Berichterstattung zweiter, dritter und vierter angewiesen zu sein?<br />
Bitte versteht mich da nicht falsch: Ich bin mir durchaus der Gefahr der Informationsfälschung auch und grade in einem (noch) so offenem Medium wie dem Internet bewusst, aber da ich mir sicher bin, dass der Mensch irgendwann das Ideal des mündigen, aufgeklärten Menschen erreichen wird, spricht aus meiner Sicht auch nichts dagegen, dem Menschen so viel Verantwortung zu überlassen, dass er die nötige Medienkompetenz entwickeln kann, richtiges und wichtiges von unseriösem zu trennen. Um diese Medienkompetenz zu entwickeln, stehen ihm so viele verschiedene Informationskanäle zur Verfügung wie nie zuvor und daran würde auch die ein oder andere Regionalzeitung weniger nichts ändern.</p>
<p>Das hört sich alles sehr pathetisch und utopisch an und hat wohl tatsächlich nur wenig mit dem vorliegenden „Problem“ zu tun, wir würden uns weniger über das Tagesgeschehen „auf dem Laufenden“ halten – andererseits ist „Zeitenwende“ nun auch nicht der bodenständigste Begriff, oder? Bei sowas großem darf man auch mal große Worte bemühen.</p>
<h2>… und jetzt?</h2>
<p>Dass eine Besinnung auf die Stärken des Mediums nicht die schlechteste Idee ist, lässt sich – trotz sicherlich schwieriger Zeiten für die Zeitungen – auch an den <a title="textintern.de: IVW – IV/2008 Zeitungen" href="http://www.textintern.de/cgi-local/csBanner/csBanner.cgi?command=click&amp;g=65&amp;id=66">IVW-Zahlen</a> ablesen:<br />
Während Ramsch- und Klatschblätter wie <em>Bild</em>, die in den zahlreichen Gossip-Websites ihre natürlichen Feinde haben und ihnen gegenüber keinen Vorteil – weder inhaltlich, noch zeitlich oder preislich – aufbieten können, rasant an Auflage verlieren, schaffen es die meisten Qualitätszeitungen, ihre Auflage wenigstens zu halten oder – wie die <em>FAZ</em> – sogar ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr herauszuholen. Dieses Plus wird sicherlich nicht durch wörtlich übernommene Agenturmeldungen generiert, sondern durch Inhalte, deren Kauf sich lohnt und die nur auf Papier so richtig Sinn ergeben.</p>
<p>Natürlich ist die Frage der Finanzierung von qualitativ hochwertigen Inhalten im Netz noch weitgehend ungeklärt, aber es kann doch kein Argument für Zeitungen sein, dass die Verlage sich die Information der Bürger ohne Zeitungen nicht leisten können. Dann haben die Verleger versagt und nicht die Bürger. Hier sind Antworten gefragt und keine Schuldzuweisungen.</p>
<p>Das Medium wird sich vielleicht (bzw. ziemlich sicher) ändern, aber die Art des Informationskonsums doch nicht: Wer heute <em>Bild</em> kauft, wird sich auch morgen noch auf Gerüchte- und Skandalblogs rumtreiben. Die, die sich seriös informieren wollen, suchen auch weiterhin aktiv nach den besten verfügbaren Informationen – und finden sie wohl auch noch ein paar Jahrzehnte (oder sogar Jahrhunderte) zumindest partiell noch in den besten Zeitungen. Der Rest hat selbst Schuld.</p>
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		<title>Zitate vom Tage</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 22:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[The Pirate Bay]]></category>
		<category><![CDATA[Union]]></category>
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		<description><![CDATA[Peter Sunde von „The Pirate Bay“ in der „Pirate Bay Trial Edition“ des mehrteiligen Films „Steal This Film“ über die Wahrscheinlichkeit, dass er und die Mitangeklagten eine Gefängnisstrafe bekommen könnten: There’s only one lawyer that actually thinks that we could get prison. And, like, no other lawyer in the whole world thinks that we could [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Sunde von „<a title="Wikipedia: The Pirate Bay" href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Pirate_Bay">The Pirate Bay</a>“ in der „<a title="YouTube: Steal This Film - TRIAL EDITION" href="http://www.youtube.com/watch?v=uKyuFJgGxJc">Pirate Bay Trial Edition</a>“ des mehrteiligen Films „<a title="Steal This Film" href="http://stealthisfilm.com">Steal This Film</a>“ über die Wahrscheinlichkeit, dass er und die Mitangeklagten eine Gefängnisstrafe bekommen könnten:</p>
<blockquote><p>There’s only one lawyer that actually thinks that we could get prison. And, like, no other lawyer in the whole world thinks that we could get prison time for this. And that’s the MPAA lawyer says we’re going to prison. And since she says that, she proves that either she’s a really bad lawyer or that she’s lying. […] She’s also the lawyer for the Scientology Church. Uhm … Probably enough.</p></blockquote>
<p>(<a title="Nerdcore: Steal this Film: Pirate Bay Trial Edition" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/02/18/steal-this-film-pirate-bay-trial-edition/">via Nerdcore</a>)</p>
<hr /><a title="taz.de: Murks in Mainz" href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/murks-in-mainz/">Steffen Grimberg auf taz.de</a> über eine von der Union wohl angestrebte Nichtverlängerung des Vertrages von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nach 2010 und das mögliche Nachfolgewirrwar:</p>
<blockquote><p>Und was wäre, wenn wirklich Peter Frey ab 2010 neuer ZDF-Chefredakteur wird? Dann würde im ZDF-Hauptstadtstudio Peter Hahne nachrücken &#8211; das kann nun wirklich keiner wollen.</p>
<p>Auf die Union ist also weiter Verlass. Sie macht keine Medienpolitik. Sondern Murks.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Der MainPlog wundert sich über das Artikelschwäche von die Heise</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 20:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[heise.de]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Menschen denken ja, es hieße „der Blog“. Klingt komisch, ist aber so. Nicht immer ist der Fall das Genus jedoch so offensichtlich falsch. DeNIC, die Vergabestelle für .de-Domains zum Beispiel heißt ja eigentlich DeNIC eG. Das „G“ steht für „Genossenschaft“, weshalb es folgerichtig die DeNIC eG heißt. Faulheit regiert – und so fiel der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen denken ja, es hieße „der Blog“. Klingt komisch, ist aber so. Nicht immer ist <del>der Fall</del> <ins>das Genus</ins> jedoch so offensichtlich falsch. <a href="http://www.denic.de/de/index.html">DeNIC</a>, die Vergabestelle für .de-Domains zum Beispiel heißt ja eigentlich <em>DeNIC eG</em>. Das „G“ steht für „Genossenschaft“, weshalb es folgerichtig <strong>die</strong> <em>DeNIC eG</em> heißt. Faulheit regiert – und so fiel der <em>eG</em>-Zusatz schon bald in der Umgangssprache weg, der weibliche Artikel dagegen blieb meistens bestehen.</p>
<p>Eine Ausnahme bildet heise.de, wo die Schreiberlinge durchaus nachvollziehbar „das DeNIC“ verwenden, weil das „C“ für „Center“ steht; so geschehen auch beim <a title="heise.de: Gericht: Kein Anspruch auf Domain mit zwei Buchstaben" href="http://www.heise.de/newsticker/Gericht-Kein-Anspruch-auf-Domain-mit-zwei-Buchstaben--/meldung/132317">heutigen Artikel über die Rechtsstreitigkeiten um die Vergabe einer .de-Domain mit nur zwei Buchstaben</a>.<br />
Wenn man sich aber ganz bewusst (da mit einem schlagenden Argument) gegen den Konsens stellt, dann sollte das doch wenigstens konsequent geschehen und nicht so ein Murks fabriziert werden:</p>
<blockquote><p>Das DeNIC dürfe, so das Landgericht, &#8220;ihr unternehmerisches Verhalten so ausgestalten&#8221;, wie sie es für wirtschaftlich sinnvoll halte, solange die beschränkende Maßnahme objektiv sachgemäß und angemessen sei. Und genau dies sei hier der Fall, denn die Weigerung der DENIC ergebe objektiv gesehen Sinn, um einer größeren Zahl von Interessenten eine Registrierung zu ermöglichen.</p></blockquote>
<p><strong>Nachtrag, 12.02.:</strong> Ursprünglich stand das „G“ mal für „Gemeinschaft“. Zumindest, wenn man mir vertraut. Sollte man natürlich nicht – und „<a href="http://blogs.23.nu/bubbleboy">surfguard</a>“ hat das auch nicht gemacht. Danke für die Verbesserung.</p>
]]></content:encoded>
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